Neue Kinderstiftung

Vorbild: Bruder Konrad

Caritas, Dekanat und Stadt helfen Kindern gemeinsam

Die Stiftung wurde nach dem heiligen Konrad benannt, der für seine Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit Kindern gegenüber berühmt war. Sie soll unbürokratisch und schnell armen Kindern und Jugendlichen im ganzen Dekanat helfen. Dekan Peter Müller begrüßte rund 250 Interessierte zur Gründungsveranstaltung in der St.-Johannes-Kirche. Er nannte es einen „Tag der Freunde“, die Stiftung im besten Sinne „aus der Taufe“ zu heben. „Dass die Stiftung zustande kam, liegt am engagierten Wirken Vieler. Dafür bin ich sehr dankbar“, so Müller.

Drei Männer und zwei Frauen stehen an einem TischBrief und Siegel: Die Verantwortlichen besiegeln die Gründung der Stiftung mit ihrer Unterschrift: Peter Grundler (Caritas Biberach-Saulgau), Birgit Luib (Stadtverwaltung), Sr. Magdalena Morgenstern (Kloster Sießen), Dekan Peter Müller und Diözesancaritasdirektor Oliver Merkelbach (v. l.).Andreas Gratz

Caritas-Regionalleiter Peter Grundler machte deutlich, dass die neue Stiftung in vielen Fällen helfen könne: durch die Übernahme von Fahrtkosten, durch die Erstattung des Eigenbeitrags für Familien mit mehrfach behinderten Kindern, die an einer Freizeit teilnehmen sollen oder durch die Unterstützung von Projekten für arme Kinder. Die Religions- und Konfessionszugehörigkeit der Kinder und ihrer Familien spiele bei der Hilfeleistung keine Rolle, so Grundler. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass Leistungen der Bruder-Konrad-Stiftung nicht nur von den Betroffenen selbst, sondern auch von Bekannten, Freunden oder Angehörigen beantragt werden können. Einzelanträge werden vom Kuratorium im Umlaufverfahren genehmigt. Die erste Anfragen nach individueller Hilfe liegen bereits vor.

Bei der Gründungsfeier betonte Diözesancaritasdirektor Oliver Merkelbach, dass jedes fünfte Kind in Baden-Württemberg von Armut betroffen oder bedroht sei – nämlich dann, wenn das Einkommen der Familie unter der Marke von 60 Prozent des Durchschnittseinkommens liege. „Das Gesicht von Armut hat sich im Lauf der Zeit gewandelt“, so Merkelbach. Teilhabe sei heute wesentlich, um sich entwickeln zu können. Oft jedoch würden Kinder in eine nachteilige Situation hineingeboren: „Arme Kinder haben arme Eltern.“

Die Bruder-Konrad-Stiftung wird treuhänderisch von der CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft verwaltet.

Hintergrund: Bruder Konrad von Parzham

Konrad von Parzham, 1818 geboren, trat 1849 in den Kapuzinerorden ein, wo er 41 Jahre lang Pförtner im Kloster zu Altötting war. Er, der selbst aus einfachsten Verhältnissen stammte, teilte von dem, was er hatte, ein Leben lang mit Menschen in seiner Umgebung, besonders mit hungernden Kindern. Konrad wurden tiefe Frömmigkeit und bescheidene Geduld nachgesagt. Er starb am 21. April 1894 in Altötting; sein Grab ist in der Klosterkirche. Erstaunlicherweise wird er besonders im Raum Bad Saulgau als eine Art "Volksheiliger" verehrt. Konrad wird üblicherweise in der Tracht der Kapuziner mit Kreuz in der Hand dargestellt.
Bei der Suche nach einem Namen für die Stiftung schlug Dekan Peter Müller "Bruder-Konrad-Stiftung/Hilfe für Kinder in Not" vor. Das fand die Zustimmung der Gründungsmitglieder.

Mehr Informationen bei:
Andrea Hehnle
Caritas-Zentrum Bad Saulgau
Kaiserstraße 62, 88348 Bad Saulgau
Telefon: 07581 906 496-0
Fax: 07581 906 496-9
E-Mail: caritaszentrum-badsaulgau@caritas-biberach-saulgau.de

Homepage der Bruder-Konrad-Stiftung