„Mit Optimismus, Mut und klugen Ideen neue Impulse setzen“
Rainer Wieland hob beim Stuttgarter Zukunftsgespräch die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure gerade in Krisen hervor. Stiftungen beispielsweise seien wesentlich für eine resiliente Gesellschaft, da sie neue Ideen entwickelten und schnell auf neue Notlagen reagierten.Jochen Mack
Wieland erwähnte globale Krisen, ihre Interaktionen und die Auswirkungen auf die Region Stuttgart und sprach über die Herausforderungen, vor denen die Zivilgesellschaft gegenwärtig steht. Er plädierte dafür, sich nicht in Zukunftsängsten zu ergehen, sondern mit Optimismus und Mut anzupacken und mit klugen Ideen neue wirtschaftliche Impulse zu setzen. Die aktuell schwierige Situation sei nicht vom Himmel gefallen, so Wieland. Früher hätten die Deutschen alles, was schieflaufe, auf Europa geschoben. Dabei sei der wahre "Bürokratie-Hochstandort" hier.
Mehr Mut und Sachlichkeit statt "German Angst" gefordert
Auch den Hang nach Perfektion beklagte er. Es gebe eine Sucht nach Einzelfallgerechtigkeit, die ohnehin niemals zu erreichen sei. Wieland hob die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure gerade in Krisen hervor. Stiftungen beispielsweise seien wesentlich für eine resiliente Gesellschaft, da sie neue Ideen entwickelten und schnell auf neue Notlagen reagierten. Er wünschte vor allem der Bundesregierung mehr Sachlichkeit statt Weltschmerz und "German Angst” und zitierte den ehemaligen Papst Johannes Paul II.: "Habt keine Angst!” Das Gespräch moderierte Steffie Oeben.
Hintergrund: Das "Stuttgarter Zukunftsgespräch" ist eine Veranstaltungsreihe der CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft, der Caritas Stiftung Stuttgart, des Stiftungszentrums Stuttgart und des Deutsches Stiftungszentrums.