Lebendiges Stiftungsleben

Stiftungstagebuch

Kunstaktion

Perspektive von Anfang an

Kinder stark machen – mit Kunst

Stuttgart. Kinder und Jugendliche sollen sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen und mitbestimmen können. Dieses Anliegen machten die Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und ihre Kinderstiftungen aus ganz Württemberg am 20. November, dem Tag der Kinderrechte, mit der Ausstellung „Kinder. Kunst. Politik.“ in der Stuttgarter Staatsgalerie deutlich. Regionale Caritas-Kinderstiftungen hatten Jungen und Mädchen im Vorfeld eingeladen, unter Anleitung von Kunstpädagogen und Künstlern künstlerisch auszudrücken, was ihnen Kraft, Selbstverwirklichung und Zukunft gibt. Mehr als 150 Kinder und Jugendliche hatten unter anderem selbst Kleider geschneidert, Skulpturen geschaffen oder Krafttiere aus Pappmaché hergestellt. Schüler aus Heidenheim hatten sogar einen eigenen Song im Studio produziert.

Viele Menschen stehen jubelnd in einem großen Saal.Über 150 Kinder und Jugendliche bewiesen auf künstlerische Art und Weise, welche Wünsche und Ideen sie für ihre Zukunft haben, in der sie ihre Talente, Fähigkeiten und Persönlichkeiten entwickeln können.Patrick Glassl

Mit der Aktion wiesen der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Caritas-Kinderstiftungen auf die Benachteiligung vieler Kinder in Baden-Württemberg hin. Experten schätzen, dass hier jedes 5. Kind entweder arm oder von Armut bedroht ist. Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, würdigte dieses Engagement: „Nicht zuletzt durch solche besonderen künstlerischen Projekte tragen wir dazu bei, auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen und diese zu stärken.“ Angelika Hipp-Streicher von der Caritas Bodensee-Oberschwaben ergänzte: „Können Kinder mitwirken und ihre Ideen einbringen, macht sie das stark. Sie erfahren, dass sie selbst etwas für ihre Zukunft bewirken können. Denn Kinder sind von ihrer Persönlichkeit her mit guten Ideen ausgestattet.“

Mit der Ausstellung beendete die Caritas Rottenburg-Stuttgart ihr Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen, das ganz unter dem Thema Kinderarmut stand. Die Caritas will mit ihrer Initiative MACH DICH STARK Menschen, Organisationen und Institutionen dafür gewinnen, allen Kindern eine gute persönliche Entwicklung zu ermöglichen. Diözesancaritasdirektor Oliver Merkelbach sagte: „Wenn wir nichts unternehmen, wird diese Chancenarmut der Gesellschaft massiv auf die Füße fallen.“ Getragen wird die Initiative MACH DICH STARK bis jetzt maßgeblich von Kinderstiftungen in Württemberg. Dem Aufruf zum Mitmachen bei MACH DICH STARK waren 75 Personen aus Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik als Erstunterzeichner gefolgt, darunter Künstler wie Walter Sittler, Christoph Sonntag oder Eric Gauthier, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu.

Schauen Sie doch rein: Musikclip der Kinderstiftung Knalltüte mit Heidenheimer Schülern

Hier geht's zur Aktion MACH DICH STARK 

Caritas-Krankenhaus

Innovation gefördert

10.000 Euro für Schutz dementer Patienten

Die „Helfen und Heilen Caritas-Krankenhaus-Stiftung“ stellte für die Anschaffung von sogenannten „Sensormatten“ im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim insgesamt knapp 10.000 Euro zur Verfügung. Die Matten dienen der sicheren Versorgung von Patienten, die zu nächtlicher Unruhe neigen und oft orientierungslos und weglaufgefährdet sind. Die Zahl älterer Patienten mit kognitiven Einschränkungen und Menschen mit Behinderungen oder Demenz in den Krankenhäusern steigt und stellt die Krankenhäuser vor neue Herausforderungen. Oft trägt der Aufenthalt in der ungewohnten Umgebung zur Verunsicherung bei. Zugleich kann das Pflegepersonal im Akutkrankenhaus solche Patienten nicht rund um die Uhr überwachen. „Die Sensormatten werden unter die Matratze der Pflegebetten gelegt und sind mit der Rufanlage verbunden. Sobald ein Patient das Bett zum Beispiel für den Toilettengang verlässt, erhält die Pflegekraft am Stützpunkt ein Signal“, erläutert Pflegedirektor Frank Feinauer. „Ist der Patient nach einer bestimmten Zeit nicht zurück, wird ein Alarm ausgelöst und die Pflegekraft schaut nach dem Patienten. So schaffen wir ein hohes Maß an Sicherheit; gleichzeitig bleibt die Bewegungsfreiheit der Patienten erhalten.“

„Engagement der Stifter bewirkt wirklich Gutes“

Ein Mann und eine Frau stehen an einem Krankenbett.Unauffällig und sicher: Pflegedirektor Frank Feinauer und die stellvertretende Stationsleiterin Gudrun Deißler demonstrieren die neuen Sensormatten für die Patientenbetten.Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim

„Die Sorge um ältere und schwerkranke Menschen sowie um die altersgerechte Betreuung von Kindern im Caritas-Krankenhaus sind die zentralen Anliegen der Stiftung“, unterstreicht Thomas Wigant, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, caritative und mildtätige Aufgaben im Krankenhaus zu unterstützen, die nicht ausreichend von den Krankenkassen finanziert werden, die aus unserer Sicht aber sinnvoll und wichtig sind.“ Hier seien die Sensormatten ein gutes Beispiel: „Sie gewährleisten zum einen die Autonomie der Patienten und bieten – falls erforderlich – zugleich den notwendigen Schutz. Von den Kostenträgern erhält das Krankenhaus für solche sinnvolle Anschaffungen leider keine zusätzlichen Mittel.“ Wigant dankte allen Stiftern, die mit ihrem Beitrag solche Projekte möglich machen. „Hier kann das finanzielle Engagement der Stifter durch innovative Ideen wirklich Gutes für die Gesellschaft bewirken.“

Hintergrund:
Die „Helfen und Heilen Caritas-Krankenhaus-Stiftung Bad Mergentheim“
Die „Helfen und Heilen Caritas-Krankenhaus-Stiftung Bad Mergentheim“ wurde im Jahr 2008 unter der Schirmherrschaft von Ministerin Ursula von der Leyen gegründet. Die Stiftung fördert Haupt- und Ehrenamtliche in ihren medizinischen, pflegerischen, sozialen, caritativen, seelsorglichen und kulturellen Aufgaben im Caritas-Krankenhaus. Sie unterstützt die Betreuung kranker Kinder und ihrer Familien sowie die Begleitung von Schwerstkranken, um ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern. Sie tritt auch für Patienten ein, die nicht auf Sozialversicherungsleistungen zurückgreifen können. Zustiftungen sind willkommen.

Stiftung "Helfen und heilen"

 

 

Tolle Bilanz

10 Jahre Kinderstiftung

Zum Geburtstag ein Fest

100 Jahre Caritasverband in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und zehn Jahre Kinderstiftung Ravensburg waren Anfang Oktober der Anlass für ein großes regionales Fest mit 400 Partnern, Unterstützern, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Mitstreitern in Weingarten. Der Schauspieler Uli Boettcher, der sich seit vielen Jahren als Botschafter für die Kinderstiftung engagiert, führte durch das Programm. Auch Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp und Konrad Gutemann, Leiter des Kreisjugendamts, waren zur Feier gekommen.

Ewald Kohler, Leiter der Caritas Bodensee-Oberschwaben und Geschäftsführer der Kinderstiftung Ravensburg, dankte allen Haupt- und Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Unsere Region zeichnet auch dadurch aus, dass man sich kümmert“, so Kohler. Neben Kommunen, Kirchen und anderen freien Trägern trage auch die Caritas mit ihren professionellen und ehrenamtlichen Hilfenetzwerken und ihren Kinderstiftungen Ravensburg, Bodensee und Allgäu wesentlich dazu bei, dass in der Region ein guter sozialer Zusammenhalt existiere.

10 Jahre Kinderstiftung RavensburgBotschafter, Kuratoriums- und Beiratsmitglieder sowie Mitarbeiter der Kinderstiftung Ravensburg – hier beim regionalen Fest in Weingarten – machen sich stark für die Arbeit der Caritas.Barbara Müller

Etwa 800 Ehrenamtliche engagierten sich in den vergangenen Jahren mit rund 65000 freiwilligen Einsatzstunden bei Caritas und Kinderstiftung – als Vorleser oder Lese-Pate, als Verkäufer im Tafelladen oder Gebrauchtwarenkaufhaus, als Köchin für das CariSINA, als Einkaufsbegleiter für die Kinderstiftung oder auch in der Organisation der Kreuzbund-Treffen.

Hans Georg Kraus, der frühere Erste Bürgermeister Ravensburgs, berichtete als Zeitzeuge über das Wirken der Kinderstiftung seit der Gründung 2008. Kraus hat die Kinderstiftung seit ihren Anfängen begleitet und war bis vor kurzem Mitglied des Kuratoriums. Ziel der Gründer sei es damals gewesen, ein breites Bündnis für benachteiligte Kinder ins Leben zu rufen und eine große Bürgerbewegung im Schussental anzustoßen. Dies sei bestens gelungen. „Die Kinderstiftung ist außerordentlich erfolgreich und sie hat außerordentlich viel erreicht“, lobte Kraus und verwies dabei auf die zahlreichen Förderaktionen, darunter auch Kunst-, Musik- und Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund.

Mehr Info: www.kinderstiftung-ravensburg.de

So geht Hilfe konkret:
Eine Bilanz von zehn Jahren Kinderstiftung
Ehrenamtliche leisteten rund 45.000 Einsatzstunden.
Über 15000 Kinder wurden unterstützt.
Mit 1030000 Euro wurden Aktivitäten gefördert, davon
    255.600 Euro für Notfallhilfen
      76.400 Euro für immaterielle Hilfe
    125.500 für Wegbegleiter
    268.500 Euro für die „Lesewelten“
      78.700 Euro für Aktivitäten in den Bereich Sport und Theater
      47.400 Euro im Bereich Musik
      78.400 Euro für Netzwerke

2018

„Es kommt viel Freude zurück“

Ravensburg. Die vor zehn Jahren gegründete Kinderstiftung Ravensburg ist zu einer erfolgreichen Bürgerbewegung geworden: Über 200 Frauen und Männer aus unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen unterstützen mittlerweile als Zeitspender die Arbeit der Stiftung. „Ohne sie wäre das nachhaltige Wirken der Stiftung nicht denkbar“, so Ulrike Schreiner-Luik, Ehrenamtskoordinatorin der Kinderstiftung. Inzwischen lesen 88 Ehrenamtliche der Kinderstiftung Ravensburg an 63 Einrichtungen im ganzen Landkreis Woche für Woche über 800 Kindern und Jugendlichen vor. Damit haben es die Lesewelten bis ins Finale des von Round Table 37 Ravensburg initiierten Engagement-Wettbewerbs „Leuchttürme Oberschwabens“ gebracht. Dem Gewinner winken 15.000 Euro. Die freiwilligen Einsatzkräfte investieren Jahr für Jahr hunderte von Stunden ihrer Freizeit in die Kinderstiftung – wie Martha Schmidt, Gisela Hirschle und Wolfgang Engelberger.

Drei Frauen schauen in die KameraUlrike Schreiner-Luik, Ehrenamtskoordinatorin der Kinderstiftung Ravensburg (Mitte), mit den Zeitspenderinnen Gisela Hirschle (links) und Martha Schmidt.Barbara Müller

Martha Schmidt wollte auch nach ihrer Pensionierung als Lehrerin an der Klösterle-Realschule in Ravensburg mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Kontakt bleiben und etwas Sinnvolles tun. Bei der Kinderstiftung begleitet sie Familien beim Einkauf, denen das Geld für Kleidung, Schulbedarf oder Kindermöbel fehlt. Das Geld stellt die Kinderstiftung auf Antrag zur Verfügung. „Die Kontakte sind so vielfältig wie die Menschen selbst“, sagt Martha Schmidt. Auch wenn manchmal wegen fehlender Deutschkenntnisse die Verständigung nicht einfach ist oder Anspruchsdenken sie stört, ist Schmidt gerne Einkaufsbegleiterin: „Die Mehrheit ist dankbar und sehr herzlich. Ihre Freude strahlt auf mich zurück.“

Gisela Hirschle engagiert sich seit den Anfängen der Kinderstiftung als Aktionshelferin, betreut Bastel- oder Spielangebote und springt ein, wo immer sie gebraucht wird – beispielsweise bei Aktionen in der Vesperkirche oder bei der Wunschsterne-Aktion in Ravensburg und Weingarten. „Die Einsatzzeiten sind überschaubar und es macht großen Spaß“, sagt sie. Der Kontakt zu Kindern und Eltern aus unterschiedlichsten Nationalitäten sei bereichernd. „Die strahlenden Kinderaugen sind für mich Belohnung und Motivation“, so Gisela Hirschle.

Wolfgang Engelberger wiederum ist Vorleser für die Lesewelten an der Grundschule in Schmalegg. „Für mich als pensionierten Lehrer ist dies eine gute Möglichkeit, den Bezug zur Schule nicht ganz zu verlieren und mit Kindern in Kontakt zu bleiben“, sagt er. Die Kinder seien mit Feuereifer dabei, mit ihm gemeinsam die Welt der Bücher zu entdecken. Leider, bedauert Engelberger, gebe es nur wenige männliche Vorleser: „Es wäre schön, wenn mehr Männer als Vorleser bereit wären, dieses lohnenswerte Ehrenamt zu übernehmen.“

Die Kinderstiftung Ravensburg schult und begleitet die Ehrenamtlichen mit Aus- und Weiterbildung, Infoveranstaltungen und Workshops, regelmäßigen Austauschtreffen und Feedbackgesprächen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Stimmen Sie ab: Stimmen Sie ab und machen Sie die Kinderstiftung zum Gewinner: www.leuchttuerme-oberschwabens.de.

Info und Mitmachen bei: Ulrike Schreiner-Luik, 0751 36256-27, schreiner-luik@caritas-bodensee-oberschwaben.de oder unter www.kinderstiftung-ravensburg.de.

Paul-Schobel-Stiftung unterstützt Einsatz für Arbeitnehmer

Als der Lastwagenfahrer Jiri Gabhrel für seinen tschechischen Arbeitgeber in Deutschland unterwegs war, erhielt er für 160 Arbeitsstunden rund 460 Euro (plus Spesen) – also viel weniger als den deutschen Mindestlohn. Bei einer Kontrolle erfuhren deutsche Polizisten davon und verwiesen den tschechischen Staatsbürger an die Stuttgarter Beratungsstelle „Faire Mobilität“. Mit der Hilfe der Beraterin Stanislava Rupp-Bulling gelang es dem Kraftfahrer, vor Gericht den deutschen Mindestlohn einzuklagen. Denn dieser gilt auch für Arbeitnehmer, die nur vorübergehend in Deutschland beschäftigt sind – unabhängig davon, ob sie für ein deutsches oder ausländisches Unternehmen arbeiten. Nach einem außergerichtlichen Vergleich erhielt Gabhrel eine Lohnnachzahlung von rund 8000 Euro.

Katholische Betriebsseelsorge und "Faire Mobilität" setzen sich für Lkw-Fahrer ein

Analog zu diesem Fall informierten Mitarbeiter von „Faire Mobilität“, Katholischer Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart und der Europäischen Transportarbeiter-Vereinigung Anfang März 2017 in einer gemeinsamen Aktion auf den Autobahn-Rastplätzen Hohenlohe Süd und Nord an der A 6 mehr als 100 Fernfahrer aus verschiedenen europäischen Ländern über deren Rechte. Dabei stellte sich heraus: Die meisten von ihnen arbeiten zu den Mindestlohnbedingungen ihres Heimatlandes, nicht den deutschen. Für die Spesen, die sie erhalten, führen die Arbeitgeber keine Sozialabgaben ab. Große Probleme bereitet vielen auch die lange Abwesenheit von der Familie in der Heimat. Dass sich die Mitarbeitenden der Beratungsstelle „Faire Mobilität“ in Stuttgart für Menschen wir Jiri Gabhrel einsetzen können, ist unter anderem auch der „Paul Schobel Stiftung Arbeit und Solidarität“ zu verdanken, die das Projekt seit einigen Jahren finanziell unterstützt.

Info: „Faire Mobilität“
Das Netzwerk „Faire Mobilität“ in Deutschland unterstützt Arbeitnehmer, die im Rahmen der EU-Freizügigkeit über Entsendung, Werkverträge oder bei einem deutschen Arbeitgeber in Deutschland beschäftigt sind und Opfer verschiedener Formen von Arbeitsausbeutung werden. „Faire Mobilität“ gelang es, die Öffentlichkeit auf systematische Ausbeutung in einigen Branchen aufmerksam zu machen. Besonders betroffen sind die Bereiche Fleischwirtschaft, häusliche Pflege und Transport und Logistik. Die Beratungsstellen kooperieren unter anderem mit Gewerkschaften, Beratungsstellen, Staatsanwaltschaft und dem Zoll. Sie werden vom Bund oder den Bundesländern finanziert. Seit 2013 beraten zwei Mitarbeiterinnen von „Faire Mobilität“ in Stuttgart Arbeitsmigranten aus (Ost-)Europa (auf Deutsch, Englisch, Tschechisch und Polnisch). Die Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist Kooperationspartner von Faire Mobilität Stuttgart.

Interkultureller Förderpreis vergeben

Wolfegg, 7. August 2018 – Die Projekte „Rent a Jew“ und NEW HAMBURG sind die diesjährigen Gewinner des mit je 1000 Euro dotierten Förderpreises für interkulturellen Dialog. Die Pill Mayer Stiftung aus dem oberschwäbischen Wolfegg (bei Ravensburg) hatte den Preis in diesem Jahr bereits zum dritte Mal ausgeschrieben. Die Stiftung fördert damit beispielhafte interkulturelle Kulturprojekte, die den interkulturellen Dialog fördern. Insgesamt 23 Projekte aus dem In- und Ausland hatten sich darum beworben.

„Mieten Sie einen Juden!“ – Provokanter Slogan für direkte Begegnung

Menschen sitzen im KreisBeim Projekt „Rent a Jew“ besuchen ehrenamtlich tätige Referenten Institutionen, um miteinander zu reden – nicht übereinander. Die Begegnung von Mensch zu Mensch soll Vorurteile entkräften und Antisemitismus entgegen wirken.Rent a Jew

Dem Projekt mit dem provokanten Titel „Rent a Jew“ („Miete einen Juden“) geht es darum, über Begegnung Verständnis füreinander zu schaffen und Vorurteile abzubauen und Antisemitismus entgegen zu treten. Dies geschieht durch den Besuch von jüdischen Referenten in Institutionen wie Schulen, Kirchengemeinden oder Jugendhilfe-Einrichtungen. Denn die Wenigsten hierzulande kennen einen Juden persönlich. Die ehrenamtlich tätigen Referenten sind „normale Menschen von nebenan“ mit ihren ganz persönlichen Geschichten und Meinungen, offen für Fragen und Diskussionen. Sie schaffen durch ihren Besuch einen intensiven und direkten Austausch zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen vor Ort. Die direkte Begegnung soll effektiv zu einer dauerhaften Änderung von Einstellungen führen: Die stereotype Wahrnehmung „der Juden“ soll dem Bewusstsein weichen, dass jüdische Menschen Individuen mit unterschiedlichen Einstellungen zu politischen und religiösen Themen und mit unterschiedlichen persönlichen Lebensentwürfen sind.

„Rent a Jew“ wirbt mit dem augenzwinkernden und provokativen Slogan „Kennen Sie einen Juden? Nein?! Mieten Sie einen!“ So wollen die Projektverantwortlichen ihr Ziel erreichen, miteinander statt übereinander zu reden, um auf menschlicher Ebene zueinander zu finden. Somit baut „Rent a Jew“ nachhaltige Brücken für einen Dialog. Das Projekt „Rent a Jew“ ist unter dem Dach der Europäischen Janusz Korczak Akademie angesiedelt.

NEW HAMBURG: Über Kultur Nationen und Religionen zusammengebracht

Zwei Frauen mit feinen KleidernBeim Projekt NEW HAMBURG geht es darum, Menschen unterschiedlichster Nationalität, Religion, Kultur und Herkunft über kulturelle Veranstaltungen zusammenzubringen – wie hier beim interkulturellen Theaterprojekt Iphigenie.Christian Bartsch

Auf einer Hamburger Elbinsel haben das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Hamburg-Ost und die Kirchengemeinde Veddel gemeinsam das Projekt NEW HAMBURG gestartet mit zahlreichen kulturellen, sozialen und gastronomischen Veranstaltungen. Dabei entstehen Angebote zwischen Hoch-, Sozio- und Subkultur. Inmitten eines von Migration und vielen Religionen geprägten Stadtteils – hier leben rund 5000 Menschen aus über 60 Nationen – ist NEW HAMBURG ein rege besuchtes Forum für ein buntes Publikum. Als Gemeinschaftsprojekt greift NEW HAMBURG Themen, Probleme und Ideen auf, mit denen die Menschen konfrontiert sind. Damit schafft das Projekt einen Ort, der von neuen Begegnungen, vertrauensvollem Miteinander und Gastfreundschaft geprägt ist.

Bei den regelmäßigen künstlerischen Veranstaltungsformaten kommen Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nicht begegnen oder angesprochen fühlen würden: Alteingesessene und Geflüchtete, Festland- und Inselbewohner und viele mehr mit unterschiedlichsten Bildungs-, Berufs- oder kulturellen Hintergründen. Kirche und Stadttheater öffnen sich ganz bewusst diesem breiten Publikum.

Beeindruckende Vielfalt der Bewerbungen – gleich zwei Preise ausgeschrieben

23 Projekte hatten sich in diesem Jahr um den Förderpreises der Pill Mayer Stiftung beworben. Dabei reichte die Spanne der Bewerber von London über Berlin bis Wien. Anträge kamen außerdem aus Bamberg, Bodnegg, Bonn, Glückstadt, Hamburg, Kassel, Köln, Krumbach (Schwaben), Limburg, München, Neuss, Oberhausen, Schwandorf, Stolberg und Stuttgart. Die Bewerbungen zeigen die gesamte Breite künstlerisch-kreativen Schaffens, darunter interkulturelle Theater-Workshops, Filmprojekte, Hörcollagen, Konzerte, Medien- und Bildungsarbeit, Generationendialog und internationalen Austausch. Das gemeinsame Ziel, das alle Projekte eint, ist „der Glaube an eine bessere Zukunft, in der Menschen einander vorurteilsfrei begegnen“, wie es ein Bewerber treffend formulierte.

„Wir staunen und sind beeindruckt von dem vielfältigen, kreativen und hohen Engagement, das hier sichtbar wird“, so die Stiftungsgründerin Irene Pill. Und da die Qualität der Bewerbungen derart überzeugend gewesen sei, habe sich das Kuratorium entschieden, in diesem Jahr gleich zwei Auszeichnungen zu vergeben.

Hintergrund: Die Pill Mayer Stiftung

Seit 2011 fördert die Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Damit trägt sie zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen und zu einem positiven Miteinander bei. Ideenreiche Kulturarbeit soll Brücke zwischen Kulturen sein.
Seit 2015 verleiht die Stiftung mit ihrem Förderpreis beispielhafte interkulturelle Kulturprojekte, die den interkulturellen Dialog fördern. Im Jahr 2014 rief die Stiftung die „Interkulturelle Bücherbox“ ins Leben. Bücher fördern den interkulturellen Dialog unter Kindern und Jugendlichen und vermitteln Freude am Lesen.

Große Ehre für Kulturschaffende

Große Ehre für Irene Pill: Der "Dr. Irene Pill - Service rund um Kultur" der Unternehmerin aus Wolfegg im Kreis Ravensburg wurde beim Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg als "Beispielhaftes Unternehmen" in der Kategorie bis 19 Mitarbeitende ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Preisverleihung am 3. Juli 2018 im Neuen Schloss in Stuttgart übergeben.

Die Jury begründete die Ehrung damit, dass Irene Pill umfassende Services rund um Kultur wie beispielsweise interkulturelle Trainings, Kulturberatung und -management bietet. Als Begründerin der Pill Mayer Stiftung fördert sie den interkulturellen Dialog von Kindern und Jugendlichen. Beispielhafte interkulturelle Kulturprojekte sollen einen respektvollen, neugierigen und unvoreingenommenen Umgang mit Menschen anderer Kulturen fördern. Sie eröffnet so eine Entdeckungsreise in andere Lebenswelten. Hierzu gehört das Projekt "Interkulturelle Bücherbox", das mit spannenden und vielfach ausgezeichneten Büchern spielerisch auf andere Kulturen neugierig machen soll. Irene Pill zeigt mit ihrer interkulturellen Kulturarbeit Wege für ein positives Miteinander auf. Damit begegnet sie der zunehmenden Dialogunfähigkeit gerade auch zwischen verschiedenen Kulturen.

Irene Pill mit Urkunde des Mittelstandspreises 2018Irene Pill wurde im Juli 2018 vom Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg als "Beispielhafte Unternehmerin" ausgezeichnet.CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft

Thomas Herkert, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands für die Erzdiözese Freiburg, sagte bei der Preisverleihung: "Alle Projekte der Lea sind Kooperationsprojekte zwischen einem Sozialpartner und einem Unternehmen. Beide legen ihre Expertise zusammen und ziehen an einem Strang - um einer gemeinsamen Sache willen. Das ist das gesellschaftliche Erfolgsmodell." Und die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut betonte: "Die Anerkennung mit der Lea-Trophäe soll Ansporn sein, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung auch künftig gemeinsam zu leben. Damit bleiben unsere mittelständischen Unternehmen für Fachkräfte attraktiv, sie erschließen sich neue Kundengruppen, und zugleich tragen sie so vor Ort zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt bei."

Auch der Freiburger Erzbischof Stephan Burger würdigte als Schirmherr das soziale Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer. Dieses sei auch für die Kirchen außerordentlich und vorbildlich. "Es ist unverzichtbar, sich dort zu engagieren, wo man lebt und arbeitet, so wie die Unternehmen, die heute hier sind. Damit sind sie oft Pioniere und Vorbilder der verantwortungsvollen Unternehmensführung", sagte Erzbischof Burger.

Hintergrund: Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg

Caritas, Diakonie, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau verleihen den Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg. Er ist bundesweit der teilnehmerstärkste Wettbewerb, der Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten (CSR) kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichnet. Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau würdigen mit dem Preis das freiwillige soziale und gesellschaftliche Engagement dieser Unternehmen. Der undotierte Preis steht unter dem Motto "Leistung - Engagement - Anerkennung" (Lea).

„Kinder stärker in Entscheidungen einbeziehen“

In seinem Grußwort beim Stifterfest von Lebenswerk Zukunft unterstrich Weihbischof Dr. Johannes Kreidler die Wichtigkeit von Kindermitbestimmung: "Kinder müssen die Folgen aller Entscheidungen tragen, die wir heute treffen. Deshalb müssen wir noch stärker die langfristigen Konsequenzen unseres Handelns in den Blick nehmen und Kinder mehr mitbestimmen lassen."

Ein Mädchen und ein Junge werden interviewt.Bei der Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen bestimmen Kinder mit. Sie entscheiden jedes Jahr über die Vergabe von 2000 Euro.Thomas Wilk

Wie das konkret aussehen kann, zeigten Mara Betz und Fabian Salveter, die mit ihren neun und zehn Jahren Mitglieder im Kinderbeirat der Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen sind. Mit neun anderen Kindern entscheiden sie gemeinsam, für welche Projekte ein eigener Etat von 2.000 Euro verwendet wird. Da es immer mehr Anträge gibt als Mittel, sind die Mädchen und Jungen gefordert, Entscheidungen zu treffen und Schwerpunkte zu setzen. Obwohl diese Aufgabe nicht immer einfach ist, sind die Beiräte begeistert dabei. Mara Betz: "Ich habe schon viel gelernt über das Leben von anderen Kindern, denen es nicht so gut geht, wie mir."

Zuvor hatte Lisa Kappes-Sassano, Regionalleiterin der Caritas Fils-Neckar-Alb, beschrieben, wie sich die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen für mehr Chancen von Kindern einsetzt: Im Projekt "Chancenschenker" unterstützen zum Beispiel ehrenamtliche Patinnen und Paten Mädchen und Jungen und geben ihnen wertvolle Impulse für den weiteren Lebensweg. Darüber hinaus werden Kinder unterstützt, deren Familien sich in einer akuten Notlage befinden.

Die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen ist einer der Partner der Initiative "MACH DICH STARK", die der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart ins Leben gerufen hat. Aktuell werden Partner in Wirtschaft und Gesellschaft gesucht, die ihren Teil dazu beitragen, dass alle Kinder in Baden-Württemberg eine gute Zukunft haben.

Zum Stifter- und Spenderfest von Lebenswerk Zukunft sind Stifterinnen und Stifter, Mitglieder in Kuratorien sowie Spenderinnen und Spender geladen, die sich im Kontext der CaritasStiftung engagieren. Im Juli trafen sich ca. 70 Personen um Impulse mitzunehmen und sich über die Arbeit in den jeweiligen Stiftungen auszutauschen. Das Engagement für Chancengerechtigkeit von Kindern ist einer der großen Schwerpunkte der CaritasStiftungen auf dem Fundament von Lebenswerk Zukunft.

Info: Die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft hat zum Ziel, stifterisches Engagement zu initiieren und zu begleiten. Nach 15 Jahren betreut sie 76 Stiftungen und 22 Stiftungsfonds mit einem Gesamtvolumen von knapp 29 Millionen Euro. 2017 wurden Menschen in Not in Württemberg, aber auch weltweit mit über 950 000 Euro aus Stiftungserlösen und Spenden unterstützt.
Seit 2015 ist die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft Trägerin des Qualitätssiegels für gute Treuhandstiftungsverwaltung, das vom Bundesverband Deutscher Stiftungen verliehen wird.

Herausgeber:

CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft
in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Angelika Hipp
Telefon: 0711 2633-1144
Telefax: 0711 2633-1158
E-Mail: hipp@lebenswerk-zukunft.de

Bahn frei für Tüftler und Denker

Tüfteln, werkeln, kreativ sein und Spaß am Handwerk erleben: Das können Kinder und Jugendliche jetzt in Weingarten. Dort eröffnete im Juli 2018 die "Tüftelei" - in einem Schuppen neben dem Integrationszentrum in der Liebfrauenstraße. Die Kinderstiftung Ravensburg hatte das Pilotprojekt auf den Weg gebracht; Angela und Frederik Pferdt stehen als Impulsgeber, Sponsor und Berater hinter dem Projekt. Kinder und Jugendlichen können hier mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen ihre Kreativität entdecken und Vieles ausprobieren, erforschen und experimentieren. Oberbürgermeister Markus Ewald freute sich: "Das neue Mitmachwerkstatthaus ist nicht nur ein geeigneter Ort, um Kreativität und handwerkliches Geschick zu entdecken, sondern auch, um miteinander ins Gespräch zu kommen - unabhängig davon, welche Sprache man spricht."

Kinder und Förderer stehen hinter einem PlakatFeierten mit vielen großen und kleinen Gästen die Eröffnung der „Tüftelei“ in Weingarten: Oberbürgermeister Markus Ewald, Angelika Hipp-Streicher (Caritas) und Angela Pferdt (hinten v. l.).Kinderstiftung Ravensburg

Angelika Hipp-Streicher, Fachleiterin für Familie und Integration der Caritas Bodensee-Oberschwaben, berichtete: "Der Schuppen im Garten des Integrationszentrums war bislang ungenutzt. Dadurch entstand die Idee für die Mitmachwerkstatt." Das Ehepaar Pferdt sei spontan von der Idee begeistert gewesen und habe durch wertvolle Unterstützung maßgeblich zur Umsetzung der "Tüftelei" beigetragen. Dieses Projekt sei im Kleinen das, was ihr Mann im Großen mit Mitarbeitern im Unternehmen mache, sagte Angela Pferdt. Der promovierte Wirtschaftspädagoge aus Oberschwaben ist als Chief Innovation Evangelist bei Google tätig, lehrt in Stanford und berät UN-Institutionen in Genf. Sein Job ist es sicherzustellen, "dass Mitarbeiter Selbstvertrauen in ihre Kreativität finden, diese Kreativität ausleben und zugleich ihre Innovationsfähigkeit und ihren Erfindergeist nutzen, um neue Ideen auch in die Realität umzusetzen". Ähnliche Ziele verfolgt auch die "Tüftelei". "Vielleicht entstehen hier Tüfteleien, die das Potenzial haben, Großes auf den Weg zu bringen", so Angelika Hipp-Streicher.

Die "Tüftelei" soll vor allem die handwerklichen Kompetenzen junger Menschen fördern. Sie bringen eigene Ideen ein und stärken ihre kognitiven Fähigkeiten. Dazu wird das Angebot mit Partnereinrichtungen in der Nachbarschaft wie dem Familien- oder Jugendtreff, dem Café international, der Anlaufstelle für bürgerschaftliches Engagement und der interkulturellen Begegnungsstätte vernetzt. Neben wöchentlichen Angeboten und offenen Werkstattaktionen können sich Interessierte auch mit eigenen themenspezifischen Workshop-Ideen einbringen.

Ab dem Schuljahr 2018/19 gibt es zudem Kooperationsangebote für Schulen in Weingarten. Dann ist die "Tüftelei" einmal wöchentlich für Schulkinder geöffnet. Der Kunst- und Munari-Pädagogen Marco CeroliB begleitet sie und führt sie in kreative Schaffensprozesse ein. Angela und Frederik Pferdt werden die "Tüftelei" auch weiterhin mit Rat und Tat unterstützen.

Kinder erleben Musik und Schlossgeschichten

Rund 70 Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren aus Ravensburg, Weingarten und Umgebung und junge Musiker unter anderem der Musikschule Ravensburg besuchten mit ihren Lehrern am 30. Juni das Schloss Wolfegg (bei Ravensburg) und die Generalprobe der Internationalen Wolfegger Konzerte mit dem Mailänder Orchestra dell’Accademia Teatro alla Scala und dem Philharmonischen Chor München. Die Pill Mayer Stiftung für interkulturellen Dialog, die Kinderstiftung Ravensburg und der Freundeskreis der Wolfegger Konzerte e. V. hatten dieses Event gemeinsam ermöglicht.

Kinder, Leher und Verantwortliche stehen gemeinsam vor dem Schloss Wolfegg.Rund 70 Kinder und Jugendliche – hier mit Bernd Mayer (l.) und Viviana Fürstin zu Wolfegg-Waldburg und Waldsee (vorne, 3. v. l.) – waren begeistert von der Schlossführung und der Generalprobe der Internationalen Wolfegger Konzerte.Kinderstiftung Ravensburg

Bernd Mayer führte die jungen Gäste gekonnt durch das Schloss und begeisterte sie mit Geschichten über Geheimtreppen, knarrende Türen, Angst vor Schlossgespenstern und der Geschichte zweier Einbrecher, die vom Gebell eines kleinen Hundes in die Flucht geschlagen wurden. Beim fürstlichen Vesper mit Getränken und Leckereien gesellte sich Fürstin Viviana selbst zu den jungen Gästen – und die Begeisterung war groß.

Bei der Generalprobe begrüßte Maestro Manfred Honeck, der künstlerische Leiter des Festivals, die jungen Gäste persönlich. „Uns allen gemeinsam ist es ein Herzensanliegen, nicht nur junge Musiker zu fördern, sondern auch Kinder und Jugendliche für klassische Musik zu gewinnen", sagte Irene Pill. Mucksmäuschenstill und gebannt lauscht der musikalische Nachwuchs dem Mailänder Orchestra dell‘Accademia Teatro alla Scala und dem Philharmonischen Chor München.

Viviana Fürstin zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee, die Präsidentin des Freundeskreises, lobte die bemerkenswerte Kooperation zwischen einem Verein und zwei Stiftungen. Die drei Kooperationspartner wollen auch bei den 30. Internationalen Wolfegger Konzerten 2019 wieder junge Menschen nach Wolfegg einladen.

Pill Mayer Stiftung

Die Pill Mayer Stiftung fördert seit 2011 interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Sie leistet einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen für ein positives Miteinander.

Interkulturelle Bücherbox für Familientreff der Caritas Bodensee-Oberschwaben

An diesem offenen Ort des Austauschs werden Begegnung, miteinander lernen und Neues entdecken groß geschrieben - der passende Platz für eine Interkulturelle Bücherbox, sind sich die Stiftungsverantwortlichen sicher.

Überreichung einer Interkulturellen Bücherbox an den Familientreff der Caritas Bodensee-OberschwabenÜberreichung einer Interkulturellen Bücherbox an den Familientreff der Caritas Bodensee-OberschwabenPill Mayer Stiftung

Das Projekt Interkulturelle Bücherbox wurde zusammen mit dem Rotary eClub One (www.rotaryeclubone.org) ins Leben gerufen. Die Pill Mayer Stiftung und der internationale Rotary Club wollen Kindern und Jugendlichen mit ausgewählter, spannender Literatur Freude am Lesen vermitteln. Vielfach ausgezeichnete Bücher sollen spielerisch neugierig machen auf andere Kulturen undEntdeckungsreisen in andere Lebenswelten bieten. Gute interkulturelle Kinderliteratur plädiert für eine offene Begegnung mit Menschen aus anderen Lebenswelten.

Pill Mayer Stiftung
Seit nunmehr sieben Jahren fördert die Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Sie leistet einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen für ein positives Miteinander. Die nächsten Interkulturellen Bücherboxen der Stiftung sind bereits in Planung.

Mehr über die Pill-Mayer-Stiftung erfahren Sie unter www.pilllmayerstiftung.org.

Jahresbericht 2017 erschienen

Rund eine Million Euro wurden für soziale Vorhaben in der Diözese und weltweit von der Sfifterfamilie, die aus 76 Stiftungen und 22 Stiftungsfonds besteht, zur Verfügung gestellt. Die meisten Mittel flossen in Projekte zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen (630.000 €). Das Stiftungsvermögen wuchs ohne zweckgebundene Rücklage auf knapp 29 Millionen. Eine weiter steigende Tendenz ist auch bei den Spendeneingängen zu verzeichnen: Die Treuhandstiftungen warben knapp 650.000 Euro an Spenden und Zuschüssen ein.

Die von den Stiftungen unterstützten Projekte sind so vielfältig wie die Stiftungen und Stiftungsfonds selbst: Von direkten Unterstützungen von Familien, die kurzfristig in Not geraten sind bis zu langfristig angelegten Projekten - von dem Kauf einer Waschmaschine für Menschen in Obdachlosigkeit bis zur Unterstützung von Großeltern von Aids-Waisen in Sambia oder der Durchführung von naturpädagogischen Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler.

Das Besondere bei der CaritasStiftung, die Stifterinnen und Stifter definieren den Zweck selbst, den ihre Stiftung verfolgt. Dies sind in erster Linie soziale Anliegen. Was umgesetzt wird und von wem entscheidet das jeweils der Stiftung zugeordnete Kuratorium.

Der jetzt vorgelegte Jahresbericht informiert auch über wichtige Personalveränderungen bei Lebenswerk Zukunft. Neu im Vorstand ist die Leiterin der Stadtkämmerei der Stadt Esslingen, Birgit Strohbach. Aus dem Vorstand ist Wilhelm Dannenbaum nach über zehnjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit ausgeschieden. In den Stiftungsrat wurden Dr. Jörg O. Waiblinger sowie Markus Hochmuth berufen.

Der Jahresbericht kann bei Lebenswerk Zukunft bestellt werden (info@lebenswerk-zukunft.de).

Interkulturelle Bücherbox für Integrationszentrum Weingarten

Interkulturelle Bücherbox - Türöffner für neue Welten
Das Projekt Interkulturelle Bücherbox wurde zusammen mit dem Rotary eClub One (www.rotaryeclubone.org) ins Leben gerufen. Die Pill Mayer Stiftung und der internationale Rotary Club wollen Kindern und Jugendlichen mit ausgewählter Literatur Freude am Lesen vermitteln. Vielfach ausgezeichnete Bücher sollen spielerisch neugierig machen auf andere Kulturen undEntdeckungsreisen in andere Lebenswelten bieten. Gute interkulturelle Kinderliteratur plädiert für eine offene Begegnung mit Menschen aus anderen Lebenswelten.

Pill Mayer Stiftung
Seit nunmehr sieben Jahren fördert die in Wolfegg im Allgäu beheimatete Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Sie leistet einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen für ein positives Miteinander.

Die nächsten Interkulturellen Bücherboxen der Pill Mayer Stiftung sind bereits in Planung.

Weitere Informationen zur Pill-Mayer-Stiftung erhalten Interessierte unter www.pillmayerstiftung.org

Gründung der Kinderstiftung Knalltüte

Nach intensiver Planung konnte die Stiftungsurkunde durch Harald Faber, Regionalleiter der Caritas Ost-Württemberg und Kuratoriumsmitglied, unterzeichnet werden.

Logo Kinderstiftung Knalltüte

Eine große Freude war vergangenen Mittwoch im Kultursalong zu spüren, als "Knalltüte - die Kinderstiftung" gegründet wurde. In einem feierlichen Rahmen unterzeichnete Harald Faber, Regionalleiter der Caritas und Kuratoriumsmitglied, die Stiftungsurkunde. Mehr als 18 Monate wurde an der Kinderstiftung Knalltüte geplant, um sie nun auf den Weg zu bringen.

Durch die Kinderstiftung Knalltüte wird nun eine Plattform für Kinder und Jugendliche geschaffen, mit dem Ziel Chancen zur Teilhabe zu ermöglichen. Der Fokus liegt dabei auf dem inklusiven Ansatz, so sollen alle Kinder die Möglichkeit erhalten die Angebote zu nutzen. "Zunächst werden wir im Landkreis Heidenheim starten und in Zukunft die Angebote auf Ostwürttemberg ausweiten", so Markus Mengemann, Geschäftsführer der Kinderstiftung. Für das Kuratorium, die über die Verwendung der Spendenmittel entscheiden, konnten Michaela Eberle, Geschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg, Josef Bühler, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, Johannes Römer, Rechtsanwalt in Giengen und Dekan Sven van Meegen, als wichtige Partner gewonnen werden.

Als erste Unterstützer der Kinderstiftung spendete die Aktion Schneeflocke für die Kindergruppe Löwenstark, die im April in Heidenheim startet, die Stadt Giengen für "ChancenPlus", die Stadt Herbrechtigen unterstützt das Angebot "Kids leben…" und die Hanns Voith Stiftung gibt 20 Kindern die Möglichkeit an der Kindererholung teilzunehmen.

Marcel Schenkin, Geschäftsführer xentasystems GmbH, setzt sein Know-How ein, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Schenkin und sein Team richten für das Kinder- und Jugendheim Haus Dorothee ein Internetsystem ein und begleiten die Kinder und Jugendlichen bei der Umsetzung einer Homepage. Dabei sollen Kompetenzen zum richtigen Umgang mit Medien vermittelt werden.

Wir freuen uns die Ideen nun in die Tat umzusetzen und wollen auch Sie dazu motivieren sich an der Kinderstiftung durch ein zeitliches oder finanzielles Engagement zu beteiligen.

Veranstaltung: Neue Ideen für meine Stiftung

Workshop 'Neue Ideen für meine Stiftung'Podiumsgespräch mit Petra Raditsch, Weihbischof Matthäus Karrer, Michael Buck und Götz KanzleiterCaritasStiftung Lebenswerk Zukunft

Im Rahmen der Veranstaltung des Netzwerks Stiftungsforum in der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Samstag, 03.02.2018 betonte Weihbischof Matthäus Karrer, dass Stiftungen einen Beitrag zu einer Öffnung und Weiterentwicklung von Kirchengemeinden darstellen können: "Mit dem Prozess ‚Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten‘ ermutigen wir die Gemeinden, neue Wege zu beschreiten und mit anderen Akteuren vor Ort Schwerpunkte zu setzen und so Kirche an vielen Orten ein Gesicht zu geben. Das tun heute schon viele Stiftungen. Sie sind Ausdruck eines selbstbewussten Engagements für eine gute Sache. Deshalb können Kirchengemeinden von einem solchen Einsatz nur profitieren."

An einem Fachtag tauschten sich Stifterinnen und Stifter sowie Mitarbeitende aus 22 verschiedenen Stiftungen über neue Ideen aus um die Arbeit ihrer Stiftungen weiter zu entwickeln. Expertinnen und Experten berichteten unter anderem über Fördermittel, Öffentlichkeitsarbeit, neue Ansätze zur Einwerbung von Spenden oder zur Rolle von Stiftungen in Kirchengemeinden. Eine Gruppe widmete sich der Frage, wie ökumenische Projekte gelingen können. Daneben blieb viel Raum zum Austausch und zur gegenseitigen Beratung.

Veranstaltet wurde das Seminar vom Netzwerk Stiftungsforum in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, einem Zusammenschluss von sieben Stiftungen in Württemberg. Großzügig unterstützt wurde die Veranstaltung vom Sparkassenverband Baden-Württemberg.

Weitere Informationen unter www.stiftungsforum.info.

Scheckübergabe der Katholischen Sozialstiftung Böblingen

Scheckübergabe Katholische Sozialstiftung Böblingen

Schon seit der Stiftungsgründung im Jahre 2004 geht die Ausschüttung der Kath. Sozialstiftung, deren Stiftungsvermögen inzwischen rund 230 000 Euro beträgt und weitestgehend den Mitgliedern der Fördergemeinschaft Katholischer Krankenpflegeverein zu verdanken ist, an die Sozialstation Böblinger Kirchengemeinden. Die Kath. Sozialstiftung und die Fördergemeinschaft Kath. Krankenpflegeverein ermöglichten dadurch schon jahrelang eine regelmäßige Supervision der Pflegekräfte und die christliche Profilierung. Beide Maßnahmen stärken die Arbeitsmotivation der Pflegekräfte. Zum guten Klima in der Sozialstation wird nun auch das neu erworbene Böblinger Haus in der Keilbergstraße in der Nähe der St. Klemenskirche beitragen. Dort werden die vielen Mitarbeiterinnen der Sozialstation endlich auch genügend Platz haben, und im gleichen Haus gibt es dann auch Platz für eine Tagespflegegruppe und für eine Seniorenwohngemeinschaft.

Jetzt bewerben: Förderpreis für interkulturellen Dialog

Die mit 1000 € dotierte Prämierung richtet sich an regionale, überregionale und internationale Kulturengagierte. Angesprochen sind alle künstlerischen Ausdrucksformen wie Musik, Literatur, Theater, Tanz, Film oder Bildende Kunst, aber auch Museen und Ausstellungsmacher. Innovative Ideen oder bereits bewährte Konzepte können eingereicht werden. Der Einsendeschluss der Bewerbungen per E-Mail mit Projektskizze ist der 1. Mai 2018. Weitere Informationen finden sich unter www.pillmayerstiftung.org (Was wir tun).

Kulturarbeit als Brücke zwischen Kulturen
Seit nunmehr sieben Jahren fördert die in Wolfegg im Allgäu beheimatete Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung ist davon überzeugt, dass ideenreiche Kulturarbeit den interkulturellen Dialog fördern kann. Sie unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Damit leistet sie einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen für ein positives Miteinander.

Weitere Informationen und Fotos erhalten Sie bei:
Pill Mayer Stiftung für interkulturellen Dialog
Dr. Irene Pill und Dr. Bernd Mayer
Maximilianplatz 7, 88364 Wolfegg
Tel. 07527 95 41 61

kultur@pillmayerstiftung.org und www.pillmayerstiftung.org

2017

Martinusmedaille für Stifterin Erika Langner

Martinusmedaille 2017_Erika Langner_1Elf Frauen und Männer wurden am 11. November 2017 durch Bischof Dr. Gebhard Fürst geehrt. drs/Markus Ulmer

Erika Langner (78) aus Mühlacker engagierte sich in der Jugendarbeit der Pfadfinder, im Kirchengemeinderat, in der Verantwortung für die Pfarrcaritas, im Kirchenchor und in der Organisation von Seniorenwallfahrten. Ein besonderes Herzensanliegen ist ihr die Begleitung und Unterstützung alter und kranker Menschen. 40 Jahre lang war sie Stadträtin für die CDU und gründete 2015 die Erika-Langner-Stiftung zur Förderung der kirchlichen Altenarbeit und der Stiftung St. Franziskus in Mühlacker.

Wir freuen uns mit Erika Langner und gratulieren zu dieser Auszeichnung!

Damit Trauernde nicht allein gelassen sind

CKD- StiftungsfondsPetra Raditsch, Diözesanvorsitzende der Caritas-Konferenzen Deutschlands Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart (r.) überreicht Hildegard Hehn (Mitte), 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats, und Susanne Weber, zukünftige Mitarbeiterin im Projekt „Wege durch die Trauer“ den Scheck über 1 264,15 Euro aus Mitteln des CKD-Stiftungsfonds

Bereits seit 2006 gibt es dieses Angebot in der Gemeinde; dabei kümmern sich qualifizierte Ehrenamtliche in regelmäßig angebotenen Gesprächskreisen oder auch individuell um Trauernde. Dieses Angebot wird zunehmend wichtig, denn pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fehlt die Zeit für eine längerfristige Begleitung und das persönliche Gespräch. Und der Bedarf steigt: Mit der Zunahme alternder Menschen steigt auch die Zahl derer, die unter dem Verlust eines lieben Angehörigen oder Weggefährten leiden. So mancher gerät dadurch aus dem seelischen Gleichgewicht. Am schlimmsten ist der Tod eines Kindes oder eines Partners, mit dem das gemeinsame Leben über Jahrzehnte gestaltet wurde.

Die Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus will diese Menschen in ihrer Trauer nicht sich selbst überlassen. Deshalb bildet sie bereits seit elf Jahren Ehrenamtliche für die Trauerbegleitung aus und unterstützt sie. Dies ist umso wichtiger, da die Hilfe für Trauernde viel Fingerspitzengefühl, Sensibilität und Wissen über die Trauerphasen und ihre Auswirkungen auf den Betroffenen erfordert. Dafür erhielt sie nun die Mittel aus dem CKD-Stiftungsfonds, der die Aus- und Weiterbildung sozial-caritativ tätiger Ehrenamtlicher fördert.

Info: Der Stiftungsfonds der CKD "Fit fürs Ehrenamt" wurde 2005 gegründet, um die Aus- und Weiterbildung Ehrenamtlicher in CKD-Gruppen zu unterstützen. Aus den Zinserträgen werden jährlich ehrenamtliche Qualifizierungen gefördert, die zu mehr Solidarität und Menschlichkeit am Wohnort oder in der Kirchengemeinde beitragen.

Fachveranstaltung für SteuerberaterInnen

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In seinem Grußwort dankte Prof. Dr. Uwe Schramm, der Präsident der Steuerberaterkammer Stuttgart den Veranstaltern für die Organisation der Seminare. Steuerberater seien in Gründungsprozesse von Stiftungen involviert, deshalb ist es von großer Wichtigkeit, die aktuellen fachlichen und rechtlichen Diskussionen zu kennen. Stiftungen seien aus seiner Erfahrung in manchen Fällen ein stimmiges Instrument um eine Lebensleistung abzusichern oder sich nachhaltig für ein soziales Thema zu engagieren.

In ihrem Referat berichtete Dr. Verena Staats vom Bundesverband Deutscher Stiftungen über aktuelle politische Diskussionen um eine Novellierung von Gesetzgebungen, die Stiftungen betreffen. Der Bundesverband sieht einen großen Regelungsbedarf. Besondere Schwierigkeiten bestehen in einer Rechtszersplitterung zwischen Bund und Ländern. Diese führen zum einen zu gesetzlichen Unsicherheiten und zum anderen zu unterschiedlichen Auslegungen in Rechtsfragen zwischen den Bundesländern. Darüber hinaus ergeben sich aus aktuellen Entwicklungen in den Stiftungen rechtliche Fragestellungen. Zum Beispiel werden immer mehr Stiftungen zu Lebzeiten gegründet. Deshalb steigt der Bedarf an einer Änderung des Stiftungszwecks nach einer Gründung einer Stiftung.

Diese und andere Fragen wurden von Vertretern des Bundes und der Länder übereinstimmend als klärungsbedürftig eingeordnet. Im Jahr 2014 wurde eine Bund-Länder-Gruppe eingerichtet, die Vorschläge erarbeitete, die sie auf einer Anhörung im April 2017 präsentierte.

In der Anhörung konnte ein Konsens hergestellt werden, dass an einer Vereinheitlichung der Gesetze gearbeitet werden muss. Diese soll innerhalb des BGB erfolgen. Unter anderem sollen Satzungsänderungen unter bestimmten Bedingungen ermöglicht werden. Auch eine Zusammenlegung von Stiftungen könnte erlaubt werden. Aus Sicht des Stiftungsverbandes wäre ein Stiftungsregister mit Publikationswirkung wünschenswert. Ob dies kommt, ist aber nicht absehbar.

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Dr. Markus Heuel vom Deutschen Stiftungszentrum Essen legte den Schwerpunkt seines Referates auf steuerrechtliche Fragen wenn eine Stiftung von Unternehmen gegründet wird. Mit einer Stiftung kann der Erhalt des Vermögens gesichert werden. Möglich seien auch Doppelstiftungen, in denen zum einen eine gemeinnützige Stiftung und eine Familienstiftung zusammen gegründet werden. Dies kann in manchen Fällen eine sinnvolle Lösung sein, muss aber genau geprüft werden.

Abschließend stellte der Ethiker Dr. Alfons Maurer die Ethik des Stiftens in den Zusammenhang der Care-Ethik. Diese geht aus von der Bezogenheit und sorgenden Tätigkeit des Einzelnen. Im Mittelpunkt dieses Ethik-Ansatzes steht die Frage, was wir tun können, damit es allen besser geht. Er zielt also auf die Qualität von Beziehungen. Damit diese Beziehungen gelingen können, braucht es gute gesetzliche Rahmenbedingungen. Deshalb zieht die Care-Ethik auch Schlüsse für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft. An diesem Punkt setzen auch die Stiftungen an, die einen Beitrag dazu leisten, dass Ungleichheit reduziert wird und mehr gemeinsam und aufeinander bezogen gehandelt wird. Stifterinnen und Stifter bringen sich also für das Gemeinwohl ein. Sie geben etwas von sich an Andere und überwinden so das egozentrische Denken, das in vielen gesellschaftlichen Prozessen leitend geworden zu sein scheint.

Im Anschluss an das Seminar fand eine exklusive Führung durch den neu umgebauten Landtag mit Landtagsdirektor Berthold Frieß statt.

Benefizkonzert "Filder Wind Symphony"

 21.10.2017, Nürtingen

Einladung Benefizkonzert 2017

Die Musiker der "Filder Wind Symphony" luden ein zum Benefizkonzert in die Mörikehalle in Nürtingen. Der Eintritt war frei, Musiker und Organisatoren verzichteten auf Ihre Gage. Alle Spenden gingen an die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen. Auf dem Programm: sinfonische Blasmusik auf Höchstniveau und Catering von "Pitoulis Food & Gourmet".
"Wir unterstützen Kinder" so das Motto der Musiker, die mit ihrem vierten und bisher größten Projekt von Armut betroffenen Kindern Chancen schenken wollen. Flöte oder Fußball spielen, tanzen oder schauspielern, den Wald erkunden oder ein Flugzeug bauen: Alles ist möglich, aber es kostet auch Geld. Geld, das in vielen Familien fehlt -auch im wohlhabenden Landkreis Esslingen.
Die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen ermöglicht Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten. Bereits 2016 konnten die Symphoniker mit ihrem ersten Benefizkonzert 1.000,- Euro für den guten Zweck einspielen. 1.000,- Euro ermöglichen zum Beispiel knapp vier Kindern ein Jahr Grundausbildung an der städtischen Musikschule, bei einer Monatsgebühr von circa 22,- Euro.

Die "Filder Wind Symphony" ist ein Projektorchester für sinfonische Blasmusik der Extraklasse. Gegründet 2014 vom Jazztrompeter, Komponist und Orchesterdirigenten Dominik Wagner. Unter seiner Leitung musizieren heute 60 Musiker aller Altersstufen aus dem Raum Stuttgart, von den Fildern und den Regionen Esslingen, Tübingen, Schorndorf und Göppingen. Zusätzlich zu ihrem Engagement in heimischen Musikvereinen und Posaunenchören, toben sie sich hier musikalisch aus. Dabei konkurriert das Orchester nicht mit den Vereinen. Im Gegenteil: Ziel der projektbezogenen Arbeit ist die Vernetzung, um die vielfältige Blasmusiktradition zu bereichern und vereinsübergreifend zu stärken. Nicht selten hilft man im Verein des Kollegen aus, wenn Not am Musiker ist.

In Nürtingen erwartete die Besucher ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Konzert. Besonderer Bühnengast war der 15-jährige Sänger Rohan, der mit Hilfe der Kinderstiftung sein Talent im Gesangsunterricht entwickeln durfte. Mit Erfolg: sein Können hat ihn auf die Castingbühne der Talentshow "DSDS-Deutschland sucht den Superstar" geführt. .

Spätsommersternstunde

Spät-Sommer-Sternstunde_2

Vereine und Organisationen stellten sich und ihre Angebote vor. Darüber hinaus gab es zahlreiche (Mitmach-) Angebote für Kinder. So konnte man bei der Schreinerei Ihle ein Vogelhäuschen bauen oder sich am Kreativ Tisch der JuLe Neckarsulm mit Perlen und Mandalas vergnügen. Während die Kinder beim Familienbüro mit Wasser experimentierten, konnten sich die Eltern Infos über ehrenamtliches Engagement oder auch Rat zu verschiedenen Themen einholen. Auch die Fachschule für Sozialpädagogik bot neben ihrem selbsthergestellten Waldhonig wieder das gut besuchte Kinderschminken an. Auch an den Ständen des Lionsclub, der Volkshochschule, dem Freundeskreis Asyl, der IAV Stelle, der freikirchlichen Gemeinde, des Weltladens und dem freien Kindergarten war viel los. Natürlich wurde auch an das Kulinarische gedacht und so dürfen die am Nachmittag ausverkauften Burger vom Tafelladen nicht fehlen. Ebenso wie die Neckarsulmer "Spitzdappen" oder der Kaffee und Kuchen Wagen. Mit Musik, einer Hundevorführung und zwei wunderbaren Märchenerzählerinnen, war es ein gelungener Tag und eine schöne 11. Sternstunde der Stiftung Starke Familien.

Kinderstiftung erhält Franziskuspreis

Bischof Gebhard Fürst, Anna Bantleon (ProjektleitungBischof Gebhard Fürst, Anna Bantleon (ProjektleitungDRS Media

Mit dem Franziskuspreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat Bischof Gebhard Fürst Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Bewahrung der Schöpfung sowie nachhaltige Entwicklung einsetzen.

Hauptpreis für Kinderstiftung
Den mit 6.000 Euro dotierten Hauptpreis überreichte er am Mittwochabend (4. Oktober) im Stuttgarter Haus der Katholischen Kirche der Kinderstiftung Ulm/Donau-Iller für das Projekt "Grünfinder". Den mit 2.000 Euro ausgestatteten zweiten Preis erhielt der Verein "Behindertenschule am Himalaya e.V.", der in der Seelsorgeeinheit Künzelsau angesiedelt ist. Anerkennungspreise in Höhe von je 1.000 Euro gingen an die Katholische Betriebsseelsorge Ostwürttemberg mit dem Projekt "SubKULTan" sowie an die "Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart e.V."

Bewahrung der Schöpfung: Diözese würdigt Engagement 
Bischof Fürst sprach allen Initiativen, die sich um den Franziskuspreis beworben hatten, seine Anerkennung aus und bescheinigte ihnen "gelebte Schöpfungsverantwortung im alltäglichen Handeln". Den heiligen Franziskus bezeichnete er an dessen Namenstag als "Vorbild in einer Haltung der Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfergott und der Liebe zum gesamten Schöpfungswerk". Jede und jeder stehe vor der Aufgabe, diese Haltung in den Alltag zu übertragen. Es seien schwierige Entscheidungen zu fällen und es entstünden Zielkonflikte, die kein einfaches Ja oder Nein erlaubten. "Mit kleinen Gesten entscheiden wir etwa als Konsumenten über die Produktionsverhältnisse auf dem globalen Markt und als Reisende sind wir Teil des globalen Rohstoffverbrauchs", gab der Bischof zu bedenken. Wie jede Institution stehe auch und gerade die Kirche jeden Tag vor ökologischen Herausforderungen. 

Schirmherr Winfried Kretschmann
Im Namen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Schirmherr des diesjährigen Franziskuspreises, dankte der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, Andre Baumann, der Diözese für deren Engagement im Klima- und Umweltschutz. Er zeigte sich beeindruckt davon, wie mit Kreativität, fachlicher Kompetenz und Gestaltungskraft Ideen für Nachhaltigkeitsprojekte entwickelt würden, die zur Bewahrung der Schöpfung, zum Chancenausgleich sowie zur Unterstützung sozial Benachteiligter einen wertvollen Beitrag leisten könnten.  

In besonderer Weise gelingt dies laut Baumann dem diesjährigen Träger des Hauptpreises, der Kinderstiftung Ulm/Donau-Iller. Das Projekt "Grünfinder" habe die Jury vor allem durch seinen ganzheitlichen naturpädagogischen Ansatz, die Sozialraumorientierung und die Professionalität besonders beeindruckt. "Sie ist davon überzeugt, dass mit dem GrünfinderProjekt die angestrebte Sensibilisierung der jungen Generation für den Umwelt-und Naturschutz erreicht werden kann", erläuterte der Umwelt-Staatssekretär. Das Projekt verfolge das Ziel, Schülerinnen und Schülern, in der Regel an Grundschulen, mit Hilfe von erfahrenen Fachkräften das lebendige Erleben und Lernen in der Natur mit Kopf, Herz und Hand im näheren schulischen Umfeld zu ermöglichen. Beim Eine-Welt-Projekt "Behindertenzentrum Ashadeep"(Indien) des Vereins."

Interkulturelle Bücherbox erfreut Kinder

Überreichung einer Interkulturellen Bücherbox an den Kindergarten St. Theresia, WolfeggÜberreichung einer Interkulturellen Bücherbox an den Kindergarten St. Theresia, WolfeggPill Mayer Stiftung

Interkulturelle Bücherbox
Das Projekt Interkulturelle Bücherbox wurde zusammen mit dem Rotary eClub One ins Leben gerufen. Der Rotary Club und die Pill Mayer Stiftung wollen Kindern und Jugendlichen mit ausgewählter Literatur Freude am Lesen vermitteln. Spannende und vielfach ausgezeichnete Bücher sollen spielerisch neugierig machen auf andere Kulturen undEntdeckungsreisen in andere Lebenswelten bieten.

Tag der Stiftungen am 1. Oktober
Am Tag der Stiftungen stellten gemeinnützige Stiftungen aus ganz Deutschland sich und ihre Arbeit vor. Gemeinsam mit vielen weiteren Akteuren will die Pill Mayer Stiftung über Stiftungen informieren und damit mehr Menschen für das Stiften und ein Engagement in Stiftungen begeistern.
 

Pill Mayer Stiftung
Seit nunmehr sechs Jahren fördert die in Wolfegg im Allgäu beheimatete Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Damit leistet sie einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen für ein positives Miteinander.

Die nächsten Interkulturellen Bücherboxen der Pill Mayer Stiftung sind bereits in Planung.

Weitere Informationen und Fotos finden Sie unter: www.pillmayerstiftung.org

Margarete Grau verstorben

Traueranzeige Margarete Grau 

Ausbildungshilfen für Yanurius und Erwin

Yanurius Gari, Studium der Buchhaltung

Stiftung IndonesiaYanurius Gari

Yanurius Gari, geboren am 9.1.1998 in Hilitarewe Insel Tello bei der Insel Nias, Sumatra, hat im letzten Jahr den Abschluß in der Berufsfachschule SMK für "Fischerei" gemacht. Er ist der Älteste von 4 Geschwistern. Der Vater ist ein einfacher Fischer, die Erträge vom Fischen reichen gerade so zum Überleben. Mit der Fischerei kann er auf Zukunft hin keine Familie ernähren. Auch hat er andere Fähigkeiten, die es zu fördern gilt. Sein Wunsch ist es, den Beruf "Betriebswirtschaft" zu lernen. In Indonesien heißt AKUNTANSI (Buchhaltung) das Studium dafür. Es dauert vier Jahre. Mit diesem Abschluss hat er gute Aussichten, eine Anstellung zu bekommen, da mittlerweile viele Kräfte gesucht werden mit diesem Abschluss.
Die Eltern sind nicht in der Lage, ein Studium für ihren Sohn zu finanzieren.
Das Studium über drei Jahre wird von der "Franziskanerinnen-Stiftung Indonesia, Entwicklungsförderung in der Welt" finanziert.

Erwin, Ausbildung zur Schneiderin 

Stiftung IndonesiaDie junge Erwin

Die junge Frau "Erwin" stammt aus einer großen Familie in der Nähe der Stadt Pandan auf der Insel Sumatra. Sie hat 12 Geschwister; sie ist die Zweitälteste. Ihre Eltern arbeiten als Bauern. Sie müssen schwer und viel arbeiten, damit sie ihre große Familie ernähren können. Erwin konnte ihren Schulabschluss machen. Sie möchte gerne einen Beruf erlernen, aber ihre Eltern haben kein Geld um ihre Ausbildung zu bezahlen. Nun hat sie sich entschieden, das Schneiderhandwerk zu lernen - sie möchte einen Nähkurs machen. Als Schneiderin hat sie gute Chancen, eine Arbeitsstelle zu finden. Der Kurs dauert ca. 1 Jahr. Nach Beendigung möchte sie ihre Familie mit Geld unterstützen, das sie dann selber verdienen kann.

Die "Franziskanerinnen-Stiftung Indonesia - Entwicklungsförderung in der Welt" bezahlt Erwin den Kurs zur Schneiderin und die Kosten des Aufenthaltes während dieser Zeit.

Stiftung IndonesiaSchneiderei (Ausbildungsbetrieb)

Nähschulen sind oft die einzigen Möglichkeiten für junge Frauen in den Dörfern, sich selbstständig zu machen und dadurch ein wenig Geld zu verdienen. Erwin will diese Möglichkeit ergreifen um ihrer Familie zu helfen.

 

Restcent-Spende für die Kinderstiftung Ravensburg

Kinderstiftung RavensburgMarkus Müller, Finanzvorstand der EBZ-Gruppe (Zweiter von links), und der Betriebsratsvorsitzende Nicolai Bonschinski (Dritter von links) übergaben einen Spendenscheck in Höhe von 3800 Euro an die Kinderstiftung Ravensburg, vertreten durch Stiftungsgeschäftsführer Ewald Kohler (links), Kuratoriumsmitglied Rolf Engler und Laura Kaister, Projektleiterin der Kinderstiftung. Kinderstiftung Ravensburg

Ravensburg - Dass kleine Cent-Beträge Großes bewirken können, zeigte sich jetzt bei einer Spendenübergabe der EBZ-Gruppe an die Kinderstiftung Ravensburg. Seit einem Jahr beteiligt sich das Ravensburger Unternehmen an der Aktion Restcent, bei der Firmenmitarbeiter die monatlichen Cent-Beträge beim Nettobetrag ihrer Gehaltsabrechnung für einen guten Zweck spenden. "Wir sind selbst erstaunt, was für ein hoher Betrag zusammengekommen ist", sagte Nicolai Bonschinski, Betriebsratsvorsitzender der EBZ-Gruppe, bei der Scheckübergabe. Der Unternehmensvorstand habe den Betrag verdoppelt und gerundet, berichtete Markus Müller, Finanzvorstand der EBZ-Gruppe. Somit konnten die beiden einen Spendenscheck in Höhe von 3800 Euro für die Kinderstiftung Ravensburg übergeben. 

Die EBZ-Gruppe sei das erste Unternehmen in der Region, das sich an der Aktion Restcent beteilige, sagte Stiftungsgeschäftsführer Ewald Kohler und bedankte sich für das große Spendenengagement. Die Firmengruppe übernehme eine wichtige Vorreiterrolle, die hoffentlich weitere Nachahmer finde, freute sich auch Rolf Engler, der als Kuratoriumsmitglied der Kinderstiftung die Aktion Restcent fördert und begleitet. "Wir hoffen auf eine Signalwirkung", so Engler. Die fehlenden Cent-Beträge seien für die Einzelnen kaum spürbar, durch die Anzahl der teilnehmenden Personen könne aber eine wertvolle Hilfe für Kinder geleistet werden. 

Anfangs sei man bei EBZ skeptisch bezüglich des Aufwands gewesen, berichtete Bonschinski. "Wir konnten aber bald Entwarnung geben: Der Aufwand ist nicht groß und die Idee ist gut", sagte Finanzvorstand Müller. Nachdem der EBZ-Betriebsrat zunächst der Aktion zugestimmt hatte, wurden die Mitarbeiter umfassend informiert und mussten im Vorfeld persönlich eine Einverständniserklärung abgeben. "Da wir alle von Anfang an mitgenommen haben, war die Bereitschaft groß", so Bonschinski. Die EBZ-Auszubildenden seien sogar zu 100 Prozent mit dabei. Und es kämen sicher noch Nachzügler dazu, ist er überzeugt. Wichtig ist nahezu allen Restcent-Teilnehmern die Tatsache, dass das gespendete Geld Kindern und Jugendlichen in der Region, gewissermaßen vor der eigenen Haustüre, zugutekommt. Die professionelle, zielgerichtete und niederschwellige Arbeit der Kinderstiftung habe überzeugt, betonte Müller. Der EBZ-Vorstand werde daher auch künftig den anfallenden Restcent-Spendenbetrag verdoppeln.

Neuer Kurzfilm entstanden

Anlässlich einer Erbschaft entstand im Jahr 2012 die Idee, die Wünsche und Ziele der Kirchengemeinde St. Stephanus in Wasseralfingen in den Bereichen Caritas und Mission langfristig auf ein solides Fundament zu setzen.

Die Errichtung einer Stiftung St. Stephanus erschien als der geeignetste Weg, um die Ziele mit einem nachhaltigen finanziellen Instrument zu sichern. Zusätzlich zur erhaltenen Erbschaft entschlossen sich über 40 weitere Kirchengemeindemitglieder den Start der Stiftung mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen. Mit über 200.000 Euro konnte daraufhin die Stiftung St. Stephanus gegründet werden.

Die Treuhänderschaft für die Stiftung übernahm Lebenswerk Zukunft. Sie übernimmt für die Stiftung St. Stephanus Verwaltungsaufgaben, von jährlichen Geschäftsberichten bis hin zur Erstellung von Spendenbescheinigungen. Die Kirchengemeinde und die Ehrenamtlichen der Stiftung St. Stephanus können sich dadurch weiterhin auf ihr eigentliches Anliegen - caritativen Projekte in Wasseralfingen und in der Eine-Welt-Arbeit - konzentrieren.

Im Kurzfilm "Warum in einer Kirchengemeinde eine Stiftung gründen" berichten die Stiftungsgründerinnen und - Gründer wie sie auf die Idee einer Stiftungsgründung kamen und warum dieser Weg für Ihre Kirchengemeinde der richtige war.

 Jetzt Kurzfilm ansehen!

Seminar für Steuerberater/innen

Die Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und das Netzwerk Stiftungsforum in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem auch die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft angehört, bieten erneut gemeinsam ein Seminar für Steuerberater/innen an.

Die diesjährige Veranstaltung widmet sich fachspezifischen Fragen wie der Novellierung des Stiftungsrechts und steuerlichen Aspekten bei der Gründung von Stiftungen im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge.

Auch Themen, welche Stifterinnen und Stifter bewegen, wenn sie sich mit gemeinnützigen Organisationen oder der Errichtung einer Stiftung beschäftigen und über die Alternative Rendite oder Gemeinwohl nachdenken, werden angesprochen. Sie sind wichtige Ansprechpartner für Menschen, die ihr Vermögen gestalten wollen und sich Gedanken machen, wie es einmal wirken soll. Gerne können interessierte Steuerberaterinnen und Steuerberater aus Ihrem Mandantenkreis einen interessierten Gast mitbringen.

Wenn in einer Gesellschaft das Stiftungswesen besonders gut gedeiht, ist dies immer auch ein Zeichen gelungener Demokratie. Unfreie politische Systeme lassen keine Stiftungen zu. An kaum einem anderen Ort wird Demokratie sichtbarer als im Landtag.

Deshalb wird im Anschluss an die Veranstaltung, um 18.00 Uhr, eine Führung, begleitet von Landtagsdirektor Berthold Frieß, im neu gestalteten Landtag von Baden- Württemberg stattfinden, zu der alle Gäste sehr herzlich eingeladen sind.

Freitag, den 6. Oktober 2017
15.00 bis 17.30 Uhr
im Haus der Katholischen Kirche
Königstraße 7
70173 Stuttgart

Anmeldungen sind bis zum 25. September 2017 per Post, Fax oder E-Mail an h.wolf@caritas-stuttgart.de möglich.

Stiftungszentrum im Haus der Katholischen Kirche gestartet

Eöffnung Stiftungszentrum_3Eröffnung des Stiftungszentrums am 4. Juli 2017

In dem neuen Stiftungszentrum im Haus der Katholischen Kirche werden Informationsveranstaltungen angeboten sowie eine persönliche Beratung und Begleitung für Stifter und für Menschen, die es werden wollen. Für bestehende Stiftungen gibt es das Angebot, beispielsweise Verwaltungsarbeiten oder Aufgaben des Stiftungsmanagements bequem und kompetent vom Stiftungszentrum erledigen zu lassen. Der offizielle Start wird am Dienstag, 4. Juli, von 12 bis 17.30 Uhr mit einem Tag der offenen Stiftertür im Haus der Katholischen Kirche gefeiert.

Die Stiftungsaufsicht des Regierungspräsidiums weist für den Regierungsbezirk Stuttgart 1274Stiftungen aus, immerhin 28 Stiftungen sind im vergangenen Jahr trotz anhaltender Niedrigzinsen dazugekommen. Die niedrigen Zinsen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass es weniger Neugründungen gibt, und sie bringen vor allem für kleinere Stiftungen Probleme. Für diese ist es schwieriger geworden, ihren Stiftungszweck zu verwirklichen.

Das neue Stiftungszentrum bietet eine feste Anlaufstelle für Stifter und alle, die es werden wollen. Angeboten werden umfangreiche Dienstleistungen, beispielsweise für Stiftungen, die ihre Verwaltungskosten senken wollen oder müssen oder die Unterstützung beim Management ihrer Stiftung brauchen. Auch die Übernahme von spezifischen Verwaltungsaufgaben wie der Stiftungsbuchhaltung ist möglich. Es können Räume für Sitzungen angemietet werden oder über das Stiftungszentrum Stuttgart eine telefonische Erreichbarkeit zu bestimmten Bürozeiten sichergestellt werden. Darüber hinaus können sich potentielle Stifter bei der Gründung einer Stiftung oder bei der Suche nach sinnvollen Alternativen beraten lassen; auch erfahrene Stifter können sich bei konkreten Fragen an das Stiftungszentrum wenden. Voraussetzung ist, dass es sich um gemeinnützige Stiftungen handelt. Heinz Wolf, Vorstand der Caritas Gemeinschafts-Stiftung in Stuttgart, weiß aus langjähriger Erfahrung: "Stiftungen können ein wunderbares Vehikel für soziale Entwicklung und Veränderung sein. Wer das erkannt hat, den lässt der Stiftungsvirus nicht mehr los. Sie können dies auch in Zeiten niedriger Zinsen sein, wenn das richtige Modell zugrunde liegt." Auch für den katholischen Stadtdekan Christian Hermes sind Stiftungen ein gutes Mittel, Gutes zu tun: "In Stuttgart und der Region bringen sich viele Stifter mit ihrem Vermögen vorbildlich für unsere Kirche und unser Gemeinwesen ein. Auf der Grundlage von mehreren Jahrzehnten Erfahrung und einer sehr erfolgreichen Stiftungsarbeit wollen wir nun einen Schritt weitergehen."

Förderpreis der stiftung estellon

Förderpreis Prof. Huber_2Georg Hug und Prof. August Huber

Im Rahmen einer Adoptiv- und Pflegefamilienfreizeit wurde der Preis von Georg Hug, Kuratoriumsmitglied der stiftung estellon, an Prof. August Huber verliehen. Seit über 40 Jahren setzt sich Prof. Huber für die Belange von Pflegekindern ein: persönlich als Pflegevater, beruflich als Pädagoge und ehrenamtlich als Referent und Mitarbeiter von Pflegeelterninitiativen, als Berater von Pflegefamilien, Jugendamtsmitarbeitern, Anwälten und Richtern.

Deshalb wurde ihm als Dank und Anerkennung von der stiftung estellon der Förderpreis "Besonderes Engagement für Pflegekinder" verliehen.

Ein wichtiges Anliegen war ihm neben seinem persönlichen Engagement auch immer Strukturen zu schaffen und zu erhalten, die zum nachhaltigen Wohl der Pflege- und Adoptivkinder beitragen. So war er 1989 Mitinitiator der Pflegeelternschule Baden-Württemberg e.V. bzw. des Vorläufers, des sogenannten Zwölfergremiums. Er war Beirat und viele Jahre auch Vorsitzender der Pflegeelternschule Baden-Württemberg.

August Huber hat sich insbesondere im Bereich der Pflegekinderpädagogik einen Namen gemacht. Er hat in unzähligen Vorträgen über die Bedeutung der sicheren Bindung, der Alltagspädagogik, der Gestaltung von Übergängen und der Pupertät referiert und den Pflege- und Adoptiveltern Mut zu ihrer Aufgabe gemacht.

Bei der Erarbeitung der Konzeption der Vorbereitung von Pflegeeltern, der Ausbildung zum Umgangs- und Verfahrenspfleger, zum Beistand zum Umgangsbegleiter und zum Einzelvormund hat er sich besonders verdient gemacht. Bei Fachveranstaltungen zum Thema Pflege- und Adoptivkinder ist August Huber für die Belange der Pflege- und Adoptivfamilien eingetreten.

Lea-Mittelstandspreis 2017 für Stiftungsrätin

Drei mittelständische Unternehmen wurden am 5. Juli 2017 in Stuttgart mit dem "Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2017" ausgezeichnet:

Mittelstandspreis_KMUKatja Hofmann, Preisträgerin und Stiftungsrätin bei Lebenswerk Zukunft

KMU-kreative Marketingunterstützung aus Filderstadt, die Alpensped GmbH Internationale Logistik aus Mannheim und die VAUDE GmbH & Co. KG aus Obereisenbach bei Tettnang. Sie belegten in ihrer Kategorie jeweils den ersten Platz unter fünf Unternehmen, die aus 312 eingegangenen Bewerbungen für den Preis nominiert wurden und erhielten die Lea-Trophäe.

Der Mittelstandspreis für soziale Verantwortung hat in seinem elften Jahr erneut einen Teilnahmerekord aufgestellt. Er ist bundesweit der teilnehmerstärkste Wettbewerb, der Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten (CSR) kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichnet. Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau würdigen mit dem Preis das freiwillige soziale und gesellschaftliche Engagement dieser Unternehmen. Der undotierte Preis steht unter dem Motto "Leistung - Engagement - Anerkennung" (Lea).

"Alle Unternehmen, die sich um den Mittelstandspreis für soziale Verantwortung beworben haben, haben eindeutig Verantwortung übernommen. Sie alle leisten ihren Beitrag, damit unsere Gesellschaft noch mehr das wird, was sie sein soll: eine gerechte Gesellschaft, in der alle Menschen gut leben können", erklärte Pfarrer Oliver Merkelbach, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Vorstand der CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft im Neuen Schloss in Stuttgart vor 400 Gästen. Der Einsatz der Unternehmen sei nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken, und daher wollten Caritas, Diakonie und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit dem Preis öffentlich Wertschätzung ausdrücken und die Unternehmen in ihrem Tun stärken.

Personalveränderungen bei Lebenswerk Zukunft

Vorstand 2017 Lebenswerk ZukunftDas neue Vorstandsteam: Pfarrer Oliver Merkelbach, Birgit Strohbach und Michael Buck (v.l.n.r.Eva-Maria Bolay

Birgit Strohbach, bisheriges Mitglied im Stiftungsrat, wurde neu in den Vorstand berufen. Die Amtsleiterin der Stadtkämmerei Esslingen wird ehrenamtlich den Bereich Finanzen von Wilhelm Dannenbaum übernehmen, der diesen seit der Gründung von Lebenswerk Zukunft vor zwölf Jahren verantwortet hat und aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

Neu in den Stiftungsrat wurden Dr. Jörg O. Waiblinger sowie Markus Hochmuth berufen. Dr. Waiblinger ist Vorsitzender des Kuratoriums der Kinderstiftung Ulm / Donau-Iller und wird seine Expertise als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater einbringen. Herr Hochmuth arbeitet als staatlich geprüfter Bautechniker und ist Bausachverständiger für Schäden an Gebäuden und Wertermittlung und ist ehrenamtlich in einer Kirchengemeinde in Marbach engagiert. Er wird in erster Linie das Engagement von Lebenswerk Zukunft im Immobilienbereich fachlich begleiten.

Jahresbericht 2016 erschienen

31. Mai 2017

Größter Zuwachs an Stiftungskapital seit Gründung! Stiftergemeinschaft bei Lebenswerk Zukunft wächst weiter an.

Titelbild Jahresbericht 2016

Die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft konnte in ihrem jetzt erschienen Jahresbericht 2016 eine erneute Steigerung ihrer Zahlen vermelden:

Das Kapital der 73 Stiftungen und 21 Stiftungsfonds wuchs um ca. 5 Millionen auf über 27 Millionen Euro. Aus Erlösen und Spenden konnten trotz niedriger Zinsen wieder über 710.000 Euro für soziale Zwecke ausgeschüttet werden. 

Weiter gewachsen ist der Bereich der Stiftungen und Stiftungsfonds, die sich den Zukunftschancen von Kindern widmen. So wurde im Landkreis Göppingen die Stiftung Ökumenische Aktion Rückenwind gegründet, im württembergischen Allgäu der Stiftungsfonds Initiative Kinderchancen Allgäu und auf Diözesanebene der MACH DICH STARK Stiftungsfonds. Mehr als die Hälfte aller Erlöse wurden 2016 in Chancengleichheit von Kinder und Jugendlichen investiert.

Im jetzt erschienenen Jahresbericht dokumentiert Lebenswerk Zukunft, welche Projekte unterstützt wurden und informiert über eigene Aktivitäten und neue Ideen aus der Stiftergemeinschaft, die von Lebenswerk Zukunft betreut und verwaltet werden. Darüber hinaus werden Tipps für ein gelungenes Fundraising mit an die Hand gegeben, das in der derzeitigen Niedrigzinsphase auch für Stiftungen an Bedeutung gewinnt.

Lebenswerk Zukunft gewinnt Transparenzpreis

10. Mai 2017

Sieger in bundesweitem Wettbewerb von Diakonie und Caritas

Transparenzpreis 2017

Stuttgart / Berlin 11.05.2017: Die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft wurde gestern im Rahmen eines Festakts mit dem Transparenzpreis in der Kategorie "bis 250 Mitarbeitende" vom Deutschen Caritasverband und der Diakonie Deutschland ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Aus der Begründung der Jury: "Sehr anschaulich stellt sie die Mittelverwendung mit vielen Informationen zu den Projekten der Dachstiftung und der Treuhandstiftungen dar."

Mit dem Preis würdigen die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Organisationen, die mit hervorragender Berichterstattung über ihre Ziele, Leistungsangebote, Finanzen, Strukturen und ihre Arbeitsweise informieren. Die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft sieht den Preis als Bestätigung ihrer Arbeit. Geschäftsführerin Angelika Hipp: "Als Dienstleisterin für viele Stifterinnen und Stifter ist es uns ein großes Anliegen, klar und verständlich zu kommunizieren. Deshalb ist der Preis eine große Anerkennung unserer Arbeit."

Transparenzpreis 2017

"In den Einrichtungen und Diensten von Caritas und Diakonie wird hervorragende Arbeit geleistet - auch auf dem Gebiet der transparenten Kommunikation. Deshalb möchten wir, gemeinsam mit unserem Partner, den Versicherern im Raum der Kirchen Bruderhilfe Pax Familienfürsorge, dieses vorbildliche Engagement für Transparenz mit einem besonderen Preis honorieren und weiter fördern", betonen Diakonie-Vorstand Jörg Kruttschnitt und Hans Jörg Millies, Finanz-und Personalvorstand des Deutschen Caritasverbandes, bei der Preisverleihung gestern Abend in Berlin.

Bewerben konnten sich alle Mitgliedsorganisationen von Caritas und Diakonie, die ihren Sitz in Deutschland haben. Das Preisgeld wurde von den Versicherern im Raum der Kirchen Bruderhilfe Pax Familienfürsorge gestiftet. Die Jury des Transparenzpreises 2017 setzte sich aus Vertretern aus Wirtschaftsprüfung, Wissenschaft, den beiden Wohlfahrtsverbänden und Medien zusammen. 

Große Hilfe für kleine Rottweiler

Benefizkonzert

Mit 4.000 Euro unterstützt die Stiftung Zukunft Familie Kinder in Rottweil, deren Eltern an einer psychischen Erkrankung leiden, in Not geraten oder überlastet sind. 

Rottweil

In Rottweil wird ein Netzwerk aus beteiligten Institutionen unter der Koordination der Caritas Rottweil aufgebaut. Ziel ist es, betroffenen Familien den Alltag zu erleichtern, nach einem Schicksalsschlag wieder Normalität herzustellen und Synergien zu nutzen. Zusammengekommen war das Geld bei einem Benefizkonzert zum Gedenken an den verstorbenen Rottweiler Bürgermeister Werner Guhl.

Michael Bayer, früherer Musikschulleiter und zugleich Stiftungsgründer hatte das Konzert mit Julia Guhl, der Tochter Werner Guhls, initiiert und organisiert. Die Stadt Rottweil und das Kulturamt waren Veranstalter des Konzerts. In einer kleinen Feierstunde übergab Oberbürgermeister Ralf Broß am vergangenen Freitag im Rottweiler Rathaus einen Scheck in Höhe von 4.000 Euro dem Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung Zukunft Familie, Harald Faber.

Der Anlass, der Julia Guhl und Michael Bayer dazu brachte, das Konzert und die Spendensammlung zu organisieren war ein tragischer. Völlig unerwartet war Bürgermeister Werner Guhl als Erster Beigeordneter der Stadt Rottweil im Juni 2015 gestorben. Guhl selbst verstand soziales Engagement als unverzichtbares Element einer gut funktionierenden Gesellschaft. Julia Guhl und Michael Bayer veranstalteten für ihn im November 2016 mit zahlreichen befreundeten Rottweiler Musikern ein Gedenk- und Benefizkonzert. Über 2.200 Euro hatten die Konzertbesucher in der Kapellenkirche gespendet. Dazu kam die großzügige Förderung des Konzerts durch die Volksbank Rottweil, die ENRW, die Kreissparkasse Rottweil, private Spender und das Kulturamt der Stadt. Die Musiker und die Sprecherin traten ohne Gage auf, die Konzertkosten konnten auf ein Minimum reduziert werden, sodass letztendlich der Betrag von 4.000 Euro zusammen kam.

Bei der Übergabe des Spendenbetrages dankte Oberbürgermeister Ralf Broß allen am Konzert Beteiligten für ihr Engagement - insbesondere bei Julia Guhl und Michael Bayer. Broß und Bayer betonten, dass Werner Guhls Engagement nun durch die Organisatoren, die Musiker und Spender und die Stiftung Zukunft Familie weiter wirkt. Ganz besonders sei zu erwähnen, dass das Geld nicht bei der Stiftung verbleibe, sondern vollständig in Rottweil Kindern und Familien zugute kommen wird.

Weitere Informationen zur Stiftung Zukunft Familie unter www.lebenswerk-zukunft.de/zukunftfamilie

„Meine Stiftung ins Gespräch bringen“

8. Februar 2017

Wie können Stiftungen in Zeiten niedriger Zinsen ihre Projekte und Vorhaben auf sinnvolle Weise umsetzen und finanzieren? Erstmals veranstalteten vier Stuttgarter Stiftungen einen gemeinsamen Workshop für die Engagierten in ihrer Stiftung.

Flyer 'Meine Stiftung ins Gespräch bringen'

Die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft veranstaltete mit drei weiteren katholischen Stiftungen aus der Diözese eine Fortbildung zum Thema "Meine Stiftung ins Gespräch bringen". Vor über 50 Stifterinnen und Stifter sowie ehrenamtliche Stiftungsräte und Kuratoriumsmitglieder betonte der Referent Dr. Torsten Sternberg die Wichtigkeit von Beziehungen bei der Gewinnung von Unterstützerinnen und Unterstützern: "Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung ist die erste und wichtigste Basis für die Gewinnung von Menschen, die sich für Ihre Stiftungsziele einbringen - sei es finanziell, durch fachliche Unterstützung oder über eine Zeitspende. Nur wer dauerhaft und glaubwürdig kommuniziert und ein stimmiges und begeisterungsfähiges Projekt vertritt, kann auf Unterstützung hoffen."

Über den klassischen Weg der Förderung aus Vermögenserträgen hinaus, zeigte der Workshop so Wege auf, wie zusätzliche Ressourcen - auch in der derzeitigen Niedrigzinsphase - für die Stiftungsarbeit gewonnen werden können. Dr. Torsten Sternberg stellte dabei vielfältige und alltagstaugliche Instrumente vor.

Mit dieser Veranstaltung luden erstmals vier katholische Stiftungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam zu einer Fortbildung ein. Veranstalter waren neben der CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft, die Jugendstiftung just, die Bischof-Moser-Stiftung sowie die Stiftung Katholische Kirche Stuttgart.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.

Integration und Inklusion – Gemeinsam viel bewegt

Februar 2017,

Ravensburg

Rund 170 Gäste kamen zur Dankeschön-Feier der Kinderstiftung Ravensburg am Sonntag ins Hoftheater nach Baienfurt.

Dankeschönfeier Kinderstiftung_1

Unterstützer, Mitstreiter, Kooperationspartner und Akteure der Kinderstiftung Ravensburg kamen am Sonntagnachmittag zur Dankeschön-Feier der Stiftung ins Hoftheater nach Baienfurt, um gemeinsam Kaffee zu trinken, sich auszutauschen und ein unterhaltsames Programm zu genießen. "Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Kinderstiftung in den vergangenen Jahren eine so positive Entwicklung nehmen konnte", bedankte sich Pfarrer Hermann Riedle, Vorsitzender des Kuratoriums der Kinderstiftung, bei den rund 170 Gästen, darunter auch Bürgermeister, Kommunalverantwortliche und Unternehmensvertreter. Schauspieler Uli Boettcher, der sich als Botschafter für die Kinderstiftung engagiert und auch in diesem Jahr wieder sein Hoftheater für die Feier unentgeltlich zur Verfügung stellte, führte durch das Programm. Den Kuchen für die Festgäste hatte die Bäckerei Hamma gesponsert. 

Dankeschönfeier Kinderstiftung_2Die Tanzgruppe des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum St. Christoph in Zußdorf begeisterte bei der Dankeschön-Feier der Kinderstiftung Ravensburg im Hoftheater.kinderstiftung ravensburg

Das Spektrum des Freiwilligenengagements für die Kinderstiftung sei enorm groß, lobte Uli Boettcher und dankte den Sponsoren und Spendern, Mitarbeitern in den Stiftungsgremien, Ehrenamtlichen, Netzwerk- und Kooperationspartnern sowie Multiplikatoren unter den Gästen. "Wir sind in unserer Arbeit auf Unterstützung und Spenden angewiesen", sagte Stiftungsgeschäftsführer Ewald Kohler und hob ein Projekt besonders hervor. Gemeinsam mit den OWB Oberschwäbische Werkstätten und Wohnformen gem. GmbH in Ravensburg und Kisslegg sowie Schülern des Welfen-Gymnasiums wurde 2016 im Rahmen eines Schulseminarkurses der "Herzenskaffee" ins Leben gerufen, durch dessen Verkauf benachteiligte Kinder in der Region unterstützt werden. "Mit jedem verkauften Kilogramm ‚Herzenskaffee‘ in den OWB-Kaffeeröstereien Cafésito gehen 1,50 Euro an die Caritas zugunsten der Kinderstiftungen Ravensburg und Bodensee sowie der Initiative Kinderchancen Allgäu", so Kohler. Er gab auch Einblick in die Jahresbilanz der Kinderstiftung, bei deren Arbeit Bildungsgerechtigkeit, Integration und Inklusion im Fokus stehen. So wurden 2016 über die materielle Notfallhilfe 419 Kinder aus benachteiligten Familien in Notsituationen unterstützt. 72 Kindern wurde der Beitrag für Förderaktivitäten im musikalisch-kreativen Bereich bezahlt, 111 Kinder wurden von ehrenamtlichen Kulturlotsen begleitet. 156 Kinder nahmen an Theater- und Kunstprojekten teil, 226 Kinder erhielten über das Projekt "Mittendrin" Einblick in die Arbeitswelten von Stiftungsbotschaftern und über 700 Kindern im Landkreis Ravensburg wurde im Rahmen des Projekts "Lesewelten" regelmäßig vorgelesen. "180 ehrenamtliche Zeitspender engagierten sich in den verschiedenen Bereichen der Kinderstiftung und schenkten im vergangenen Jahr mit ihrem Einsatz Kindern etwa 3.000 Stunden Zeit und Zuwendung. Dafür gebührt Ihnen und allen Spendern unser herzlicher Dank", so Kohler.

Die Kinderstiftung hat in den vergangen Jahren viele Projekte ins Leben gerufen und vernetzt sich mit Partnern in der Region. So entstand ein starkes Beteiligungsnetzwerk, das Kindern in der Region, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, zugutekommt. Wie vielfältig das Engagement der Kinderstiftung ist, wurde im Programmverlauf deutlich. Da spielte Harald Hepner, Leiter der Musikschule Ravensburg e.V., gemeinsam mit dem Stiftungsstipendiaten und Musikschüler Dominik im Duett. Da wurde ein im Rahmen eines Theater-Kunst-Projekts an der Gemeinschaftsschule Kuppelnau in Ravensburg entstandener Film "Ich bin immer ich" gezeigt. Da präsentierte der Theaterpädagoge Alex Niess mit der Theatergruppe des Welfen-Gymnasiums Auszüge aus dem Theaterstück "Wenn unsere Träume laufen lernen", das am 4. Mai im Theater Ravensburg aufgeführt werden wird, und der Künstler Marco Ceroli zeigte Traumkästchen, die bei dem gleichnamigen Kunstprojekt entstanden sind und bereits in der Galerie der Caritas ausgestellt wurden. "Im Frühjahr wird es eine weitere Ausstellung in der Jugendkirche Joel in Ravensburg geben", kündigte Ceroli an. Für die Theaterprojekte erhielt die Kinderstiftung über die Baden- Württemberg-Stiftung eine Förderung.

Viel Beifall erhielt auch die Aufführung der Tanzgruppe des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums St. Christoph in Zußdorf unter der Leitung von Sabrina Diez mit Jugendlichen zwischen 15 und 22 Jahren, die alle noch die Schule oder Vorbereitungsklasse für Flüchtlinge besuchen. Den krönenden Abschluss der Dankeschön-Feier bildete der Theaterausschnitt aus "Rolling Love" von drei Schauspielern aus dem KBZO, die allesamt unterstützt kommunizieren. Das Stück unter der Leitung von Thorsten Mühl und Alex Niess wird am 19. Februar in der Linse in Weingarten aufgeführt.

2016

Stifterin Erika Eichwald mit der Martinus-Medaille ausgezeichnet

11. November 2016

 

Für ihr besonderes zivilgesellschaftliches Engagement wurde die Stifterin des "Karl und Erika Eichwald-Stiftungsfonds" von der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit der Martinus-Medaille ausgezeichnet.

Martinusmedaille 2016_Eichwald_1

"Gelebte Ökumene und Inklusion" so lässt sich das Lebensthema von Erika Eichwald beschreiben, das sich in der Vielfalt und Intensität ihres langjährigen Engagements abbildet. Inklusion in Bezug auf Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur, als auch im Bezug auf Menschen mit und ohne Behinderung.

Inspiriert von der Mitarbeit ihrer Tochter bei einer Archegemeinschaft in Großbritannien, wurde Frau Eichwald zur Mitgründerin der Arche Gemeinschaft Ravensburg.

Eine handvoll Menschen waren es, die sich 1992 zusammengefunden hatten. Erika Eichwald war von Anfang an mit dabei und ein wichtiger Motor der Bewegung. Die Vision eines gemeinsamen Lebens von Menschen mit und ohne Behinderung fiel bei ihr auf fruchtbaren Boden.

Über sechs Jahre hat es gedauert, bis die ökumenische Gemeinschaft dann ins Leben kam und 1998 das Haus in der Eisenbahnstrasse bezogen wurde. Mit der Gründung des Trägervereins 1995 wurden die Vorarbeiten strukturiert und auf ein sicheres Fundament gestellt. Erika Eichwald wurde 1. Vorsitzende des Vereins. 12 Jahre lang hatte sie das Amt inne und die Entwicklung der Gemeinschaft mit begleitet und vorangebracht.

Damit die Arche in Ravensburg damals überhaupt das Haus in der Eisenbahnstrasse beziehen konnte, hatten die Eichwalds als Familie bereits Geld vorgestreckt, denn die Finanzierung über Pflegesätze konnte erst nach und nach umgesetzt werden. 

"Spiritualität ist für uns alle sehr wichtig und verbindet uns miteinander. Konfessionelle und interreligiöse Grenzen dabei zu überschreiten, ist für mich von großer Bedeutung. Aus diesem Grunde begeistert mich der interreligiöse Ansatz der Arche Gemeinschaft in Chennai. Hier leben Muslime, Hindus und Christen zusammen. Das funktioniert!" sagt Erika Eichwald und ergänzt, dass der internationale Ansatz der Arche weltweit für sie sehr wichtig ist und sie diese Form der Solidarität weiter befördern und unterstützen möchte.

Bei der Gründung der ArcheStiftung Gemeinschaft ist Leben war Erika Eichwald bereits Mitstifterin. Dieses weitsichtige und auf die Zukunft der Gemeinschaft gerichtete Engagement krönte Erika Eichwald am 11. September 2012 mit der Gründung eines eigenen Stiftungsfonds. Dieser trägt im Andenken an ihren verstorbenen Ehemann, den Namen Karl und Erika Eichwald-Stiftungsfonds und soll die Arche Gemeinschaft Ravensburg unterstützen und für die Zukunft eine finanzielle Basis bereitstellen.

Die Arche

Das sind Lebensgemeinschaften von Menschen mit und ohne geistige Behinderung. Die Arche Bewegung ist eine international tätige und ökumenische Gemeinschaft, in der Menschen mit und ohne geistige Behinderung unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Rasse und ihren Fähigkeiten ein Zuhause haben und ihre Gaben mit der Gemeinschaft teilen und in christlicher Weise zusammenleben. Jean Vanier (geboren 1928) ist der Gründer der Arche (L'Arche). 1964 nahm Vanier zwei geistig behinderte Männer (Raphaël und Philippe) in ein Häuschen in Trosly-Breuil, einem französischen Dorf bei Compiègne, dem ersten Haus der Arche, auf. In Deutschland gibt es bisher drei Arche-Gemeinschaften, in Ravensburg, Tecklenburg und Landsberg am Lech. Die Arche e.V. Ravensburg hat eine eigene Treuhandstiftung ("ArcheStiftung Gemeinschaft ist Leben"), die von der CaritasStiftung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Lebenswerk Zukunft verwaltet wird. Die ArcheStiftung steht unter der Schirmherrschaft von Weihbischof Thomas Maria Renz.

Die Martinus-Medaille 

Martinusmedaille_Eichwald_2Träger der Martinus-Medaille 2016.

Für besonderer Verdienste im Geist des Diözesanpatrons St. Martin verleiht die Diözese Rottenburg-Stuttgart die Martinus-Medaille. Unter Bischof Georg Moser wurde diese Ehrung 1976 erstmals verliehen. Seither geht sie jährlich an ehrenamtliche sozial engagierte Menschen aus der Diözese

Die Martinus-Medaille wird jeweils an dem Sonntag, der dem Fest des Heiligen Martin (11. November) am nächsten liegt, bei einem Festakt im Rottenburger Bischofshaus verliehen. Voraus geht ein feierlicher Pontifikalgottesdienst im Rottenburger Dom zum "Namenstag" der Diözese.

Förderpreis für interkulturellen Dialog an Zuflucht Kultur e. V.

1. Oktober 2016 


Anlässlich des Tags der Stiftungen und der Interkulturellen Woche lud die Pill Mayer Stiftung am 1. Oktober 2016 zu einem Festakt in die Alte Pfarr in Wolfegg ein. Vor Gästen aus Nah und Fern wurde zum zweiten Mal der Förderpreis für interkulturellen Dialog verliehen. 

Die diesjährige Auszeichnung ging an den Verein Zuflucht Kultur e. V. aus Stuttgart für seine herausragende interkulturelle Arbeit. Damit konnte sich der Preisträger gegen 50 Mitbewerber aus London, Sarajevo, Tel Aviv, Wien und vielen Städten Deutschlands durchsetzen. Cornelia Lanz, die Künstlerische Leiterin und Vorstandsmitglied von Zuflucht Kultur e. V., erhielt die Urkunde und das Preisgeld über 1000 € von den Stiftern Dr. Irene Pill und Dr. Bernd Mayer.

Preisträger Zuflucht Kultur e. V.

Förderpreis Pill-Mayer 2016Überreichung der Urkunde an Cornelia Lanz und das Ensemble ZufluchtKatharina Degenkolb

Der Verein Zuflucht Kultur e. V. setzt sich mit großem Engagement für Völkerverständigung ein und macht Mut für das interkulturelle Miteinander durch Auftritte unter anderem bei der UNO in Genf, beim Bürgerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue, im Deutschen Bundestag und beim Kirchentag.

Bislang hat Zuflucht Kultur e. V. in Kooperation mit einem internationalen Ensemble überaus erfolgreich die Mozart-Opern "Così fan tutte", "ZAIDE. EINE FLUCHT" und "Idomeneo" auf die Bühne gebracht. An den Produktionen wirken junge Asylsuchende aus Afghanistan, Iran, Irak, Nigeria, Pakistan, Syrien und anderen Ländern mit. Dabei sollen nicht nur die bewegenden und erschütternden Erfahrungen von Flüchtlingen augenfällig gemacht werden. Es geht zugleich darum, die Darsteller als geflohene Künstler zu porträtieren und eine Plattform für Dialog zu schaffen.

Musik kennt keine Grenzen
Die Mezzosopranistin Cornelia Lanz umrahmte am 1. Oktober zusammen mit dem Ensemble Zuflucht den Festakt mit Wort und Musik. Als Solisten traten Stephen Hess von der Staatsoper Stuttgart am Klavier und der syrische Musiklehrer Mazen Mohsen an der Gitarre auf. Die Gäste dankten mit stehenden Ovationen für diesen bewegenden, nachdenklich machenden und heiteren Nachmittag in der Alten Pfarr in Wolfegg.

Tag der Stiftungen am 1. Oktober
Am Tag der Stiftungen stellen gemeinnützige Stiftungen aus ganz Deutschland sich und ihre Arbeit vor. Gemeinsam mit rund 270 weiteren Stiftungen informierte die Pill Mayer Stiftung am 1. Oktober über Stiftungen und will damit mehr Menschen für das Stiften und ein Engagement in Stiftungen begeistern.

Förderpreis Pill-Mayer 2016_UrkundeMit einer Urkunde und einem Preisgeld von 1.000 Euro werden die Preisträger des Förderpreises der Pill Mayer Stiftung geehrt.

Pill Mayer Stiftung

Seit nunmehr fünf Jahren fördert die in Wolfegg im Allgäu beheimatete Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Damit leistet sie einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen für ein positives Miteinander. Mehr über die Pill Mayer Stiftung erfahren Sie hier: www.pillmayerstiftung.org

Seminar für Notarinnen und Notare

Stuttgart, 6. Oktober 2016

 

Der "Initiativkreis Stuttgarter Stiftungen", die "Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg", sowie das "Netzwerk Stiftungsforum in der Diözese Rottenburg-Stuttgart", dem auch die CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft angehört, bieten gemeinsam ein Seminar für Notarinnen und Notare an.

Nähere Informationen zum Seminar entnehmen Sie dem Flyer.

Das Seminar findet statt am

Donnerstag, den 6. Oktober 2016
17.00 bis 19.30 Uhr
im Evangelischen Oberkirchenrat
Gänsheidestraße 4
 70184 Stuttgart

Anmeldungen sind bis zum 26. September 2016 per E-Mail an Helmut.liebs@elk-wue.de möglich.

Eine Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort finden Sie auf www.stuttgarter-stiftungen.de.

Starkmacherschokolade

Die Starkmacherschokolade stärkt im doppelten Sinne: sie stärkt diejenigen, die in ihren Genuss kommen und mit einer Tafel beschenkt wurden, sie stärkt aber auch Kinder in Württemberg, die mit den Erlösen unterstützt werden, z.B. in Projekten, die die Chancengleichheit von Kindern verbessern.

So funktioniert es:
Zwischen dem 01.09.2016 und dem 31.03.2017 können die Schokoladen in Paketen à 100 Tafeln direkt bei den Welt-Partnern Ravensburg (dwp eG) bestellt werden. Eine Tafel kostet 2,60 Euro (incl. Mwst.). Pro Tafel spendet dwp 0,70 Euro an die beteiligten Kinderstiftungen und Fonds.

Die Tafel verschenken oder verkaufen:

Starkmacher-SchokoladeStarkmacherschokolade - Die wohl zarteste Form der Unterstützung!

Die Starkmacherschokolade eignet sich als kleines Dankeschön/Adventsgruß/Geschenk für Partner, Freunde oder die Familie.

Die Starkmacherschokolade kann auch vor Ort für 3,30 Euro verkauft werden. Die dann zusätzlich gewonnenen 0,70 Euro können für Institutionen gespendet werden, die sich für Kinder einsetzen, also auch für die regionalen Stiftungen und Fonds. 

Bestellung und Kosten:

Gewicht pro Tafel: 2 x 35 g
Kosten: Eine Tafel kostet 2,60 Euro (incl. Mwst.)
Pro bestellte Tafel spendet die dwp eG 0,70 Euro an die beteiligten Kinderstiftungen/Initiativen/Fonds. Die Starkmacherschokolade kann vor Ort für 3,30 Euro verkauft werden. Die dann zusätzlich gewonnenen 0,70 Euro können der/dem eigenen Kinderstiftung/Initiative/Fonds zu Gute kommen - oder
anderen Organisationen, die sich für Kinder stark machen.
Mindestbestellmenge: 100 Tafeln (Abgabe in 100er-Paketen)
Lieferzeit: ca. 10-14 Werktage

Zum Bestellschein geht´s hier.

 

 

 

MACH DICH STARK

Die Initiative MACH DICH STARK versteht sich als ein Netzwerk verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure. Von Unternehmen, über Bildungseinrichtungen bis hin zu Einzelpersonen und Verbänden machen wir uns gemeinsam stark für Kinder im Südwesten Deutschlands. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.mach-dich-stark.net.

Football für den guten Zweck

Biberach, 17. September 2016 

 

Bereits zum vierten Mal spielten die Biberacher Beavers in einem Charity Bowl für den guten Zweck. Die glücklichen Gewinner waren neben Biberacher Beavers die Stiftung "Kind in Not", die sich in der Region für Kinder stark machen.  

Am Samstag, den 17.09.2015 fand im Biberacher Stadion der vierte Charity Bowl der Beavers statt. Sie empfingen das Team "Allgäu Comets II" zum gemeinsamen Kräftemessen auf dem Rasen. Mit einem klaren Endstand von 41:0 gingen die Biberacher Beavers aus dem Spiel als Sieger hervor.

Charity Bowl

Für die Sportler aus Biberach steht allerdings nicht der Sieg im Vordergrund, sondern das Ziel mit Ihrem Charity Bowl das soziale Interesse der Öffentlichkeit für die "gute Sache" zu wecken. Aus diesem Grund haben die Biberach Beavers den Charity Bowl ins Leben gerufen - mit Erfolg. In den Jahren zuvor hatte der Charity Bowl mehr als 15.000 Euro eingebracht. Eintrittsgeldern. Auch die "Schwäbische Zeitung" unterstützt die Aktion der Biberach Beavers mit 1000 Euro.

So konnte sich der Stiftungsgeschäftsführer Peter Grundler und die Stiftung "Kinder in Not" in diesem Jahr über einen Scheck von 7.000 Euro für die Stiftung "Kinder in Not" freuen. 

Mit Kaffee die Welt ein Stück besser machen

Spendenaktion 

Fünf Schüler des Technischen Gymnasiums Ravensburg entwickelten im Rahmen eines Seminarkurses eine nachhaltige Geschäftsidee.

Bei einer Tasse Kaffee die Welt ein Stück besser machen? Eine tolle Idee, die Schule machen könnte beziehungsweise bereits Schule macht: In den Cafésito Kaffeeröstereien der OWB Oberschwäbische Werkstätten und Wohnformen gem. GmbH in Ravensburg und Kisslegg gibt es jetzt einen "Herzenskaffee", durch dessen Verkauf benachteiligte Kinder in der Region unterstützt werden. Mit jedem verkauften Kilogramm "Herzenskaffee" gehen 1,50 Euro an die Caritas Bodensee-Oberschwaben zugunsten der Kinderstiftungen Ravensburg und Bodensee sowie der Initiative Kinderchancen Allgäu.

HerzenskaffeeFreuen sich über das erfolgreiche Projekt „Herzenskaffee“ (von links): Egon Streicher (Geschäftsführer der OWB Oberschwäbische Werkstätten und Wohnformen gem. GmbH), Bernhard Fritz (Lehrer am Technischen Gymnasium Ravensburg) mit seinen Seminarkursschülern (alle in weißen T-Shirts), Alexandra Schwarz (Mitte, Assistentin der OWB-Geschäftsleitung), Uwe Hahn (Schulleitung Technisches Gymnasium) und Caritas-Regionalleiter Ewald Kohler.Caritas Bodensee-Oberschwaben

Die Idee zu dem Projekt "Herzenskaffee" stammt aus Österreich. Dort hat die Caritas Wien die Initiative "Coffee to help" ins Leben gerufen. Begeistert von dem sozialen Kaffee-Engagement stellte sich ein Schüler-Projektteam des Technischen Gymnasiums Ravensburg mit Katja Breidenstein, Franziska Enderle, Oliver Giray, Sandra Löffler und Anne-Sophie Streicher sowie Lehrer Bernhard Fritz die Aufgabe, diese Idee im Rahmen eines Seminarkurses für die Region Bodensee-Oberschwaben weiterzuentwickeln. Als wichtige Projektpartner konnten sie die OWB mit ihren integrativen Kaffeeröstereien und die Caritas Bodensee-Oberschwaben gewinnen. "Wir wollten das Konzept ‚Herzenskaffee‘ als Fundraising-Idee in der Region umsetzen und vernetzen", sagten die Schüler, die sich selbstständig um alle Projektschritte kümmerten - von der Konzeptentwicklung über erste Testläufe bis hin zur Label-, Flyer-, Banner- und Homepage-Gestaltung. In der Umsetzung wurden die Schüler von Alexandra Schwarz, Assistentin der Geschäftsführung in der OWB, begleitet. Begeistert berichtete sie von dem tollen Engagement sowie der beständigen und intensiven Zusammenarbeit mit den Schülern, die mit hohem Zeiteinsatz die Idee erfolgreich entwickelt haben.

Herzenskaffee

Das Konzept "Herzenskaffee" ist ganz einfach: Auf der Produktverpackung des hochwertigen, "Fair-Bio" und "Sozial" zertifizierten Kaffees mit eigenem Label wird auf die Initiative hingewiesen. "Jeder Käufer unterstützt mit dem Kauf Projekte für Kinder in der Region", berichteten die Schüler. Darüber hinaus entwickelten sie gemeinsam mit OWB und Caritas ein "Herzenskaffee-Paket", das zum Beispiel im Rahmen von privaten oder Firmenfeiern, Schul- oder Vereinsveranstaltungen zum Einsatz kommen kann. "Einfach ausleihen, in dem Paket ist alles drin - Kaffee, Tassen sowie Werbematerial und auf Wunsch auch eine Kaffeemaschine", so die Schüler.

Infos zum Herzenskaffee finden Interessierte unter: www.herzenskaffee.de

"Der Kümmerer für die Bekümmerten"

Betriebsseelsorge_1Ein Porträt in der Zeitung "Neues von der Baustelle"Stiftung Arbeit und Solidarität

Die Paul-Schobel-Stiftung unterstützt die Betriebsseelsorge des Projekts Stuttgart 21.  

Mit der Aussage "der Kümmerer für die Bekümmerten" hat ein Bauarbeiter im Projekt S21 die Aufgabe des Betriebsseelsorgers sehr trefflich formuliert. In der Tat gibt es viele Bekümmerte die Rat und Hilfe bei der Betriebsseelsorge S21 suchen. Inhalte der Gespräche sind Themen wie gerechter Lohn, gute Infrastruktur, Beziehungen, Begegnung und Austausch. Man erkundigt sich nach den kranken Kollegen, feiert miteinander Gottesdienst und ist im Gespräch über den Papst, die Kirche und hohe Kirchensteuer.

Im Projekt S21 und auf der Neubaustrecke arbeiten mittlerweile ca. 3.500 Personen, meist Männer. Viele davon kommen aus Osteuropa und ohne sie würde auf den Baustellen kaum was gehen z.B. beim Verlegen von Gleisen.

Ein Ziel der Betriebsseelsorge ist die Stadt, die Kirchengemeinden und das Gemeinwesen mit den Baustellen in Berührung zu bringen. Dies geschieht durch Vorträge im Land, durch Gottesdienste in den Gemeinden, Fürhungen auf den Baustellen und zu guter letzt durch eine entsprechende Medienpräsenz.

Mit der Zeitung "Neues von der Baustelle", die zweimal jährlich erscheint, informiert sie und stelle die Menschen vor, die an der Baustelle beteiligt sind. Die Zeitung wird vor allem von den Bauarbeitern gern gelesen. Aber auch Firmenvorstände, Mitglieder des landtags und der Stadt und viele mehr erhalten ihre Ausgaben.

Die Stiftung Arbeit und Solidarität unterstützt die Betriebsseelsorge des Großbaustellen-Projekts. Paul Schobel, Stiftungsgründer der Stiftung Arbeit und Solidarität, war selbst jahrzehntelang Leiter der Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Stifterfest 2016

8. Juli 2016 

 

Unter dem Motto "Brücken bauen" feierte Lebenswerk Zukunft am Freitag, den 8. Juli 2016 das diesjährige Stifterfest.  

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In ihrem diesjährigen Treffen diskutierten die Stifterinnen und Stifter sowie die Mitglieder der Kuratorien über die Art und Weise, wie Stiftungen Brücken bauen und Beiträge zur Überwindung von gesellschaftlichen Kluften beitragen können.

Weihbischof Dr. Johannes Kreidler, Stiftungsratsvorsitzender bei Lebenswerk Zukunft, dankte den Stifterinnen und Stiftern, sowie den Kuratoriumsmitgliedern für ihre wertvolle Arbeit als Vermittler zwischen den Generationen, Kulturen und Gesellschaftsgruppen.

Die Stiftungsgründerin der Pill-Mayer-Stiftung, Dr. Irene Pill, beschrieb wie ihre eigene Stiftung Brücken im Alltag baut. Seit nunmehr fünf Jahren fördert die in Wolfegg im Allgäu beheimatete Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Damit leistet sie einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen für ein positives Miteinander. Darüber hinaus zeichnet die Pill-Mayer-Stiftung mit einem Förderpreis beispielhafte interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche aus. Die Stiftung ist davon überzeugt, dass ideenreiche Kulturarbeit den interkulturellen Dialog fördern kann: Damit kann man den Blick weiten, anregen und zur Verständigung zwischen unterschiedlichen Kulturen beitragen.

Eindrücke des Stifterfestes erhalten Interessierte hier.  

Kreissparkasse spendet 5.250 Euro für benachteiligte Kinder

Esslingen, 7. Juli 2016

 

Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen erhält Erlös aus Inventarflohmarkt 

Was weg muss, muss weg: Im Rahmen eines großen Flohmarkts bot die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen ihren Mitarbeitern nicht mehr benötigtes Inventar aus dem mittlerweile fast vollständig abgebrochenen Altbau ihrer Hauptstelle in der Esslinger Bahnhofstraße an. Pflanzen und Gefäße, Büromöbel und etliche Kleinteile konnten während des Basars erworben werden.

Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen/KreissparkasseKreissparkassen-Vorstandsmitglied Frank Dierolf überreichte den Erlös aus dem Inventarflohmarkt an Lisa Kappes-Sassano von der Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen.Martin Turetschek

Der Erlös aus dieser Aktion - so viel stand von Anfang an fest - sollte für einen guten Zweck gespendet werden. Die Wahl fiel auf die von der Caritas Fils-Neckar-Alb und dem Dekanat Esslingen-Nürtingen gegründete Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen.

Die Kinderstiftung setzt sich dafür ein, Kindern im Landkreis Esslingen eine gerechte Chance im Leben zu ermöglichen - unabhängig von Herkunft und Religion. Den Spendenscheck der Kreissparkasse in Höhe von 5.250 Euro überreichte Vorstandsmitglied Frank Dierolf an Lisa Kappes-Sassano, Regionalleiterin der Caritas Fils-Neckar-Alb. "Die Kinderstiftung ermöglicht benachteiligten Kindern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gleichzeitig fördert sie die persönliche Entwicklung dieser Mädchen und Jungen und schenkt ihnen eine Perspektive. Deshalb geben wir mit unserer Spende der Kinderstiftung gerne die Möglichkeit, im Sinne der Kinder Schönes zu verwirklichen", sagte Vorstandsmitglied Dierolf. 

Angesichts der ständig steigenden Zahl der Betreuungsfälle freute sich die Caritas-Regionalleiterin über den unerwarteten Geldsegen ganz besonders. "Trotz vieler staatlicher Hilfen wächst der Bedarf auch in einem vergleichsweise reichen Landkreis wie Esslingen. Verzeichnete die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen in ihrem ersten Jahr 60 Anträge, waren es im Jahr 2015 bereits rund 300 Fälle", berichtete Kappes-Sassano. Hoffnung macht der Regionalleiterin das immer größer werdende Unterstützer-Netzwerk, von dem die Kinderstiftung profitiert: "Wir sind zwar eine kleine Stiftung, können aber sehr viel bewirken."

Jahresbericht 2015 erschienen

April 2016

Einblicke in die vielfältige Arbeit der CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft bietet der neu erschienene Jahresbericht 2015. 

Titelbid Jahresbericht 2015_2Titelbild des Jahresberichts 2015

Höhepunkte des Stiftungsjahres bei Lebenswerk Zukunft waren unter anderem die Gründung von zwei Stiftungen, der Trötschler-Wall-Stiftung sowie der Erika-Langner-Stiftung, und einem Stiftungsfonds, dem Sigrid und Ludwig Schleif-Caritas-Stiftungsfonds Eine Welt. 

Insgesamt rund 750.000 Euro schütteten die über 80 Stiftungen und Stiftungsfonds der Stifterfamilie von Lebenswerk Zukunft im Jahr 2015 für soziale Zwecke aus. Unterstützung erfolgte dabei sowohl hier vor Ort in Württemberg wie auch international durch einige Stiftungen, die sich auch weltweit engagieren.

Weitere Informationen über einzelne Projekte und welche besonderen Momente es für die Caritas

Stiftung 2015 erleben durfte erfahren Interessierte unter anderem in unserer Online-Ausgabe des Jahresberichts. Eine gedruckte Version des Jahresberichtes kann bestellt werden bei Angelika Hipp unter info@lebenswerk-zukunft.de oder Telefon 0711/2633-1144.

Das Schiff bleibt auf gutem Kurs

Ravensburg, 4. Februar 2016

 
Rund 160 Gäste kamen zur Dankeschönfeier der Kinderstiftung Ravensburg am Sonntag ins Hoftheater nach Baienfurt.

Im Hoftheater in Baienfurt herrschte am Sonntagnachmittag reges Treeine Gruppe Kinder auf der Bühneiben: Unter dem Motto "Wir sitzen alle in einem Boot" hatte die Kinderstiftung Ravensburg ihre Unterstützer und Mitstreiter zu einer Dankeschönfeier eingeladen. Pfarrer Hermann Riedle, der Vorsitzende des Kuratoriums der Kinderstiftung, konnte rund 160 Gäste an Bord begrüßen. Mit dabei waren auch die Sänger von Young Voices 3 der Talschule Weingarten. "Die Kinderstiftung hat viel bewegt im letzten Jahr. Wir danken euch, das ist ja klar", sangen sie gemeinsam mit allen Schiffsgästen.

Schauspieler Uli Boettcher, der sich als Botschafter für die Kinderstiftung engagiert und für die Feier unentgeltlich sein Hoftheater zur Verfügung stellte, führte in launiger Weise durch das Programm und ermunterte die Gäste dazu, bei Kaffee und dem von der Bäckerei Hamma gesponserten Kuchen das vielfältige Programm zu genießen.   

Mit all ihren Förderaktivitäten habe die Kinderstiftung im Jahr 2015 insgesamt 2100 Kinder erreicht und dafür rund 140.000 Euro an Fördermitteln aufgewendet berichtete Stiftungsgeschäftsführer Ewald Kohler in seiner Jahresbilanz. Über die materielle Notfallhilfe wurden 402 Kinder in Notsituationen, darunter 93 Flüchtlingskinder, unterstützt. 85 Kindern wurde der Beitrag für Förderaktivitäten im musikalisch-kreativen Bereich bezahlt, 126 Kinder nahmen an Theaterprojekten teil, im Projekt Lesewelten wurde über 800 Kindern regelmäßig vorgelesen. Rund 180 Ehrenamtliche engagieren sich mittlerweile ehrenamtlich in den verschiedenen Projekten der Kinderstiftung und schenkten im vergangenen Jahr mit ihrem Einsatz Kindern etwa 3.000 Stunden Zeit und Zuwendung. "Dafür gebührt Ihnen und allen Spendern unser herzlicher Dank", so Kohler. 

Besondere künstlerische Kreativität und tiefsinnige pädagogische Ziele und Hintergründe kamen in der Präsentation des Kinder-Kunst-Friedens-Projekts "Wir sitzen alle in einem Boot" zum Ausdruck, das die beiden Kunstpädagoginnen Monika Schlenker und Renate Reischmann vorstellten. Vor einem Jahr als Kooperationsprojekt der Kinderstiftung mit Grundschulen in Ravensburg und Weingarten sowie der Jugendkirche Joel unter ihrer Federführung gestartet, haben beteiligte Schulkinder im Lauf des Jahres künstlerisch ein symbolträchtiges Boot gestaltet, in dem bunt bemalte Masken zahlreicher Kindergesichter eingebaut sind, die für Werte wie Toleranz, Achtsamkeit, Identität und Gemeinschaft stehen. Zahlreiche Menschen mit sehr verschiedenen Hintergründen, Lebensaltern und sozialen Lebenskontexten haben sich an der Aktion beteiligt. Dank einer Förderung durch die "Aktion Hoffnung" der Diözese Rottenburg-Stuttgart bleibe das Schiff, das jetzt den Namen "Welt in Respekt" trage, auch in diesem Jahr auf Kurs - mit weiteren Ankerplätzen und Aktionen, versprachen die Kunstpädagoginnen.

eine Gruppe Kinder auf der BühneDanach eroberten zwei Schul-Theatergruppen die Hoftheater-Bühne: Sie begeisterten mit ersten Kostproben aus dem von der Baden-Württemberg-Stiftung geförderten Projekt "Wenn unsere Träume laufen lernen - Flüchtlingskinder setzen ihre Träume in Szene". Das Theaterprojekt ermöglicht den teilnehmenden Kindern, ihre eigenen von Flucht geprägten Lebensumstände, Träume und Sehnsüchte zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig werden spielerisch vielfältige darstellende Kompetenzen geprobt, berichteten die Theaterpädagogen Alex Niess und Jutta Klawuhn. Das von der Kinderstiftung initiierte und koordinierte Projekt findet an der Gemeinschaftsschule Kuppelnau in Ravensburg und der Talschule in Weingarten statt, wo die Theaterstücke zum Schuljahresende bei Schulfesten aufgeführt werden. "Die Arbeit ist für uns genauso spannend wie für die jungen Akteure", so die Theaterpädagogen.

Einen Einblick in die "Lesewelten" der Kinderstiftung vermittelte Vorleserin Ulrike Schülke mit einer kurzen amüsanten Vorlesestunde inklusive Zaubertricks. Mittlerweile gibt es das Vorleseangebot an rund 50 Kindertagesstätten und Schulen zwischen Ravensburg und Aulendorf.  

"Am Fahrwasser können wir nichts ändern", gab Angelika Hipp-Streicher, Fachleiterin der Kinderstiftung abschließend zu bedenken. Gemeinsam aber werde man versuchen, die Segel so zu stellen, um das Schiff Kinderstiftung weiter auf gutem Kurs zu halten. 

Stiftung verleiht Förderpreis für interkulturellen Dialog

FörderpreisMozartoper Idomeneo: Cornelia Lanz, Muhanad Aljassm, Ayden AntanyosAndreas Knapp

Preisverleihung

 

Zum zweiten Mal verleiht die Pill Mayer Stiftung einen Förderpreis für interkulturellen Dialog. Damit würdigt die Stiftung beispielhafte interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche, die ideenreich Brücken zwischen Kulturen bauen. 

Diesjähriger Preisträger ist der Stuttgarter Verein Zuflucht Kultur e. V., der sich für Völkerverständigung einsetzt. Der Verein macht Mut für das interkulturelle Miteinander durch Auftritte unter anderem bei der UNO in Genf, beim weltweiten Rotkreuztreffen, am Bürgerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue, im Deutschen Bundestag, beim Deutschen Kirchentag und bei Amnesty International.

Bislang hat Zuflucht Kultur e. V. in Kooperation mit einem internationalen Ensemble drei überaus erfolgreiche Mozart-Opern auf die Bühne gebracht. An den Produktionen wirken junge Asylsuchende aus Afghanistan, Iran, Irak, Nigeria, Pakistan, Syrien und anderen Ländern mit. Dabei geht es nicht nur darum, die bewegenden und erschütternden Erfahrungen von Flüchtlingen augenfällig zu machen. Es geht auch zugleich darum, die Darsteller als geflohene Künstler zu porträtieren und eine Plattform für Dialog zu schaffen.

Die Mozartopern "Così fan tutte" und "ZAIDE. EINE FLUCHT" kamen/kommen über 30 Mal zur Aufführung, so im Radialsystem Berlin, Gasteig München, Theaterhaus Stuttgart und Theater Augsburg. "Idomeneo" hatte im Juli 2016 Premiere bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen.

Preisverleihung

Cornelia Lanz, die Künstlerische Leiterin und Vorstandsmitglied des Vereins Zuflucht Kultur e. V., wird am 1. Oktober 2016 die Urkunde und das Preisgeld von 1000 € zusammen mit ihrem internationalen Ensemble bei einer Feier in Wolfegg entgegennehmen und den Festakt musikalisch umrahmen.

Reges Interesse an Ausschreibung

Die Auslobung des Förderpreises für interkulturellen Dialog erbrachte 51 Bewerbungen aus London, Sarajevo, Tel Aviv, Wien und vielen Städten Deutschlands

(Bad Ems, Bamberg, Barntrup, Berg, Berlin, Bielefeld, Bremen, Dresden, Duisburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Göttingen, Gummersbach, Hamburg, Jena, Karlsruhe, Köln, Langenhagen, Leipzig, Ludwigshafen, Magdeburg, München, Münster, Oberhausen, Platenlaase, Plauen, Ravensburg, Schorndorf, Soest, Stuttgart, Weingarten, Wiesbaden, Wietze-Jeversen, Wolfenbüttel).

Die Bandbreite der Bewerbungen reicht von Videoprojekten und Musikveranstaltungen über Buchproduktionen und Kunstevents bis zu Tanz, Theater und Bildungsarbeit. "Die interkulturellen Projekte spiegeln eine beeindruckend kreative und engagierte Kulturarbeit wider", so die Stiftungsvertreter in ihrer Pressemitteilung. "Wir sind überwältigt von der großen Resonanz auf unsere Ausschreibung, auch wenn die Auswahl des Preisträgers bei diesen hochkarätigen Bewerbungen nicht einfach war." Einer der Bewerber schrieb an die Stiftung: "Egal, wer den Preis erhält - es ist toll, dass Sie interkulturelle Dialoge fördern."

Pill Mayer Stiftung

Seit nunmehr sechs Jahren fördert die in Wolfegg im Allgäu beheimatete Pill Mayer Stiftung interkulturelle Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung unterstützt die Freude am Entdecken kultureller Vielfalt und setzt sich für interkulturelles Lernen ein. Damit leistet sie einen Beitrag zur respektvollen, bereichernden Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen für ein positives Miteinander.

Internetnutzer voten für die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen

Spendenübergabe Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen

Beim Spendenwettbewerb "gemeinsam engagiert" der Stiftung PSD L(i)ebensWert waren gemeinnützige soziale Projekte aufgerufen, sich online um eine Förderung zu bewerben.  

Insgesamt hatten sich 107 Projekte aus Baden-Württemberg, Südbaden und dem Saarland an dem Wettbewerb beteiligt, 30 von ihnen erhalten nun Spenden in Höhe von insgesamt 50.000 Euro, darunter waren 14 Gewinner aus Baden-Württemberg. Einen der mit je 2.000 Euro dotierten Jury-Förderpreise bekam in Baden-Württemberg die Kinderstiftung Esslingen-Nürtingen.

 

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