Jugendliche entdecken Chancen im Grünen
Viele Jugendliche haben Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden. Im Projekt Juna-B können sie den Beruf des Landschaftsgärtners erleben. Das Projekt findet in einem Gartengrundstück des Jutta-Häfele-Stiftungsfonds statt.Eva-Maria Bolay
Ein Jahr lang begleitet die Caritas eine Schulklasse, die die Maßnahme als festen Bestandteil des Faches "Natur und Umwelt" eingerichtet hat. In einem Garten in Breuningsweiler (bei Winnenden) lernen die Jugendlichen nicht nur Handwerkliches, sondern auch Teamgeist und Sozialkompetenz. Die Schüler legen Kräuterbeete an, schaffen Sitzplätze und bauen Terrassenflächen. Sozialpädagoge Charly Hayta, der sie begleitet, sagt: "Ich will ihnen ein Vorbild sein und meine Haltung weitergeben." Dazu gehören ein respektvoller Umgang, Müllvermeidung und Achtsamkeit mit der Natur. Das Handy geben die Schüler während des Einsatzes in der Natur ab.
Arbeit im Freien tut den Jugendlichen gut
Die Arbeit im Garten tut den jungen Menschen gut. Und für manche ist das tatsächlich die Chance, in den ersten Arbeitsmarkt einzusteigen. Die Caritas bietet im Landkreis Ludwigsburg an 18 Schulen Schulsozialarbeit an. Gründe dafür gibt es viele: Streit auf dem Pausenhof, Konzentrationsprobleme, fehlende Orientierung oder zu viel Medienkonsum. Die Sozialarbeiter machen vorbeugende Angebote zu den Themen Gewalt, Medien, Drogen oder Gesundheit, damit die Jugendlichen ihren Alltag besser meistern können. Oft gehe es auch darum, Konflikte gewaltfrei zu lösen, Freundschaften zu schließen oder Frustrationstoleranz zu üben. Letztendlich sollen die Kinder und Jugendlichen ihre Probleme selbst bewältigen können.
Info: JuNa-B wird bis 2026 von der Vector-Stiftung in Stuttgart-Weilimdorf gefördert.


