Segen für die Stiftung Kinderchancen Allgäu
Adelheid Bauinger aus Isny bedachte nach ihrem Tod 2023 die Stiftung Kinderchancen Allgäu mit 14.250 Euro. Das Geld ist für die Förderung benachteiligter Kinder bestimmt.
1951 als uneheliches Kind geboren, entwickelte Adelheid Bauinger schon früh einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Aufgewachsen mit zwei wesentlich älteren Halbgeschwistern, lernte sie, sich für sich selbst und für andere Menschen einzusetzen. Nach der Ausbildung zur Kinderpflegerin und später zur Krankenschwester arbeitete Adelheid Bauinger bis zu ihrer Frühberentung als Lehrschwester. Als Rentnerin kümmerte sie sich ehrenamtlich um Kinder, Tiere und die Gemeinschaft, in der sie lebte. Sie hatte nie geheiratet und pflegte ihre Mutter viele Jahre bis zu deren Tod. Adelheid Bauinger übte ihr ausgeprägtes soziales Engagement - beispielsweise im Tierschutzverein, in der Lebensberatung, im Altenhilfezentrum oder im Kirchengemeinderat - immer im Stillen, im Hintergrund aus. Obwohl sie an Rheuma, Herzproblemen und Schmerzen litt, bliebt sie bis zu ihrem Tod geistig rege.
Vermächtnis für die Zukunft der Kinder
Adelheid Bauinger verfügte, dass nach ihrem Tod ihr Haus verkauft wird. Hausrat und Kleinmöbel gingen an die "Trödelqueens", die dies ehrenamtlich verkauften und den Erlös an soziale Projekte spendeten. Den Kühlschrank erhielten die Malteser, das Sofa die Fachklinik Wangen für den Wartebereich in der Onkologie; die Schlafzimmereinrichtung ging an eine Familie, die eine kleine Ferienwohnung kostenlos für Menschen in Not zur Verfügung stellt. Und das Geld, das Adelheid Bauinger der Stiftung Kinderchancen Allgäu vermachte, erfüllt nun die Ziele der Stiftung: Sie fördert Kinder aus armen und benachteiligten Familien in ihrer persönlichen Entwicklung. Sie sollen ihre Talente entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
So lebt der Geist von Adelheid Bauinger in ihrem Vermächtnis fort.