Stifter/in
Schwalbe, Sozialdienst katholischer Frauen Rottenburg-Stuttgart, 40 weitere Gründerinnen und Gründer
Gründung
12.06.2026
Gründungskapital
60.000 Euro
Aktuelles Stiftungskapital
60.000 Euro
Stiftungszweck
Schwalbes Geschichte verbreitete sich schnell über die Stadtgrenzen hinaus. Bundesweit berichteten die Medien über die Aktion. Aus 200 Euro wurden innerhalb kurzer Zeit mehrere Tausend. Ein Mensch, der selbst fast nichts hat, teilt das Wenige mit anderen. Schwalbes menschliche Tat wirkte ansteckend. Viele lie-ßen sich von der Geste des wohnungslosen Mannes berühren. Der Sozialdienst katholischer Frauen Stuttgart (SkF), Empfänger der Spende, macht aus Schwalbes Aktion nun dauerhafte Hilfe für Frauen in Not. Am 12. Juni gründete der SkF in Stuttgart die "Stiftung Schwalbennest" in Form eines Stiftungsfonds unter dem Dach der CaritasStiftung Lebenswerk Zukunft. Dabei wirkten weitere rund 40 Gründungsstifter und -stifterinnen mit und zahlreiche Spenderinnen und Spender mit, sodass sich das Gründungskapital auf insgesamt rund 60.000 Euro summierte.
Schutz, Stabilität und Perspektiven für Frauen schaffen
Die Stiftung soll Frauen in prekären Lebenslagen, insbesondere wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen, unterstützen und ihnen Schutz, Stabilität und neue Perspektiven geben. Sie fördert Maß-nahmen der Wohnungsnotfallhilfe, der sozialen Begleitung sowie der Schaffung und Sicherung von Wohn-raum für besonders hilfebedürftige Frauen. Die Schwalbennest-Stiftung ist ein Teil-Verbrauchsstiftungsfonds. Das bedeutet: Ein Teil des Kapitals ist Ewigkeitsvermögen, das unangetastet bleibt, der andere Teil gilt als Verbrauchsvermögen. Letzteres wird entsprechend dem Stiftungszweck ver-braucht, höchstens zu einem Zehntel des Stiftungsvermögens. Gudrun Nopper, Ehefrau des Stuttgarter Oberbürgermeisters, ist Schirmherrin der Schwalbennest Stiftung.
Das "Schwalbennest" trägt Schwalbes Geste weiter, sichtbar und respektvoll. So wurde aus einem Weih-nachtsmoment und Mitgefühl nachhaltige Unterstützung für Frauen. Schwalbe selbst formulierte es gegen-über Svenja Gruß, der SkF-Vorsitzenden, schlichter: "Ich brauche nichts. Ich habe, was ich brauche. Die Leute können das Geld euch geben und ihr gebt es an Menschen in Not weiter."